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Zu schnell gefahren: Ampel stellt sich auf Rot

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Von: Ina Tschakyrow

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Lkw in Estedt
Für die ganze Ortsdurchfahrt wurde eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h abgelehnt, nun wird diese vor dem Kinderzentrum beantragt. © Stefan Schmidt

Vor dem Kinderzentrum in Estedt, welches sich nahe an der B 71 befindet, soll das Tempo von 50 auf 30 km/h begrenzt werden. Dem CDU/FDP-Antrag stimmte der Gardelegener Stadtrat mehrheitlich am Montag in seiner Sitzung zu.

Gardelegen / Letzlingen – Ob die Stadt die Möglichkeit habe, eine statistische Erhebung von Geschwindigkeitsüberschreitungen mit Blitzern oder Lasern zu erstellen, wollte Sebastian Koch am Montagabend im Letzlinger Kulturhaus wissen. In den Ortschaften rasen Fahrer „mit 60, 70, 80“ Stundenkilometern, kritisierte Sebastian Koch, „an Bushaltestellen und Kitas“ vorbei. In Niedersachsen stehe hingegen in fast jeder Ortschaft ein Blitzer, obwohl „dort kaum wer entlangfährt“, äußerte er sich, als über den Tagesordnungspunkt „Streckenbezogenes Tempolimit von 30 km/h und/oder Geschwindigkeitsanzeigetafel (Smiley-Display) im OT Estedt“ gesprochen wurde. Dazu hatte die Fraktion CDU/FDP einen Antrag gestellt. Begründet wird der Antrag damit, dass sich das Kinderzentrum Hellbergwichtel an der Bundesstraße befindet, welches einen Zugang zur B 71 hat. Es soll mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung die Verkehrssicherheit verbessert werden.

Bürgermeisterin Mandy Schumacher informierte, dass eine statistische Erhebung nicht möglich ist, da die Stadt keinen Laser oder Blitzer hat – im Jahr 2020 wurde vom Stadtrat abgelehnt, ein mobiles Blitzgerät anzuschaffen. Auch entscheide nicht die Stadt darüber, wo Geschwindigkeitsbegrenzungen erfolgen, sondern die zuständige Straßenbaubehörde. So wurde vor einiger Zeit ein Antrag zur Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h an der ganzen Ortsdurchfahrt Estedt abgelehnt, den ein Estedter Verein gestellt hatte. Wie Mandy Schumacher informierte, wurde von der Stadt Anfang des Jahres ein Antrag gestellt, der Ackendorf und Berge betrifft. Wenn Fahrer am Ortseingang zu schnell sind, soll sich die Fußgängerampel auf Rot stellen. Bisher gab es dazu noch keine Rückmeldung. Weiterhin, so die Bürgermeisterin weiter, plane die Fraktion SPD/FFW/Südliche Altmark für die nächste Sitzungsschiene einen Antrag für einen Blitzer zu stellen.

Dem CDU-FDP-Antrag wurde mehrheitlich zugestimmt.

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