Verbindung in der Gardelegener Altstadt wird sechs Monate lang saniert / Neue Lampen

„Castor“ an der Burgstraße

Die Burgstraße in Gardelegen besteht aus historischem Kopfsteinpflaster. Ab März wird die Straße für sechs Monate unpassierbar sein. Dann wird sie nämlich saniert. Es erfolgt eine weiträumige Umleitung. Foto: Schmidt

Gardelegen. Sechs Monate lang wird nach jetzigen Planungen die Burgstraße in Gardelegen in diesem Jahr für Autofahrer wie auch für Radfahrer und Fußgänger unpassierbar sein. Denn die Kopfsteinpflasterstraße wird saniert.

Diesen Beschluss hatten der Gardelegener Stadtrat und der Wasserverband Gardelegen – es handelt sich um eine gemeinschaftliche Baumaßnahme – bereits im vergangenen Jahr gefällt. Nun geht es in die Detailplanung.

Und die sieht vor, dass die Burgstraße ab März auf einer Länge von genau 406 Metern aufgerissen wird. Dies betrifft den Abschnitt zwischen dem südlichen Burgstraßen-Beginn an der Einmündung zur Rudolf-Breitscheid-Straße und dem nördlichen Ende am Fußgängerüberweg am Wall.

Dabei sind die Arbeiten und die Planungen durchaus kompliziert. Denn die Burgstraße ist nicht einheitlich: Die Breite der Fahrbahn ist sehr unterschiedlich, (zwischen 4,75 Meter und acht Meter). Und auch die Breite des beidseitig verlaufenden Gehweges wechselt. An der schmalsten Stelle ist dieser Gehweg – im Bereich Klingberg – nur 1,30 Meter breit. Woanders ist er bis zu drei Meter breit.

Eigentlich wird die Burgstraße nach Beendigung der Bauarbeiten nicht wesentlich anders aussehen als bisher. Denn ein Großteil des im Straßenkörper vorhandenen Pflasters soll wiederverwendet, also wieder in die Fahrbahn eingebaut werden. Nur jene Pflastersteine, die gar nicht mehr zu gebrauchen sind, dürfen laut Denkmalschutz ausgewechselt werden. Ziel ist es, dass die Fahrbahn dann ebener wird, die Autofahrer auf der Burgstraße also nicht mehr so durchgeschüttelt werden wie bisher.

Weil das Pflaster historisch ist, wird zu Beginn der Baumaßnahme gebuddelt. Und zwar von den Archäologen. Erst wenn sie fertig sind, kann die eigentliche Baumaßnahme beginnen.

Während die Stadt also die Fahrbahn und den Gehweg erneuert, kümmert sich der Gardelegener Wasserverband parallel um die Regenentwässerung. Die ist ebenfalls historisch, nämlich etwa 100 Jahre alt.

Auch neue Straßenlampen sollen nach Abschluss der Arbeiten entlang der Burgstraße montiert werden. Sie heißen „Castor“. Es handelt sich dabei um das Modell „Auslegerleuchte Modell Castor.“

Die Kosten für die Gesamtmaßnahme beziffert das Bauamt auf 816 000 Euro.

Von Stefan Schmidt

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