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Caravan-Stellplatz in Dannefeld wird teurer

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Von: Ina Tschakyrow

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Bauarbeiten
Erste Arbeiten für den Caravan-Stellplatz in Dannefeld fanden bereits statt. Für das weitere Vorhaben müssen neue Fördermittel beantragt werden. © Renate Heinze

In Dannefeld soll ein Caravan-Stellplatz entstehen. Erste Arbeiten haben bereits begonnen. Die Tiefbauarbeiten sind aber so teuer, dass das Fördergeld nicht ausreicht. Deswegen soll nun ein neuer Antrag gestellt werden.

Dannefeld / Gardelegen – In Dannefeld soll nahe des Dorfgemeinschaftshauses ein Caravan-Stellplatz gebaut werden. Dazu haben die Mitglieder des Hauptausschusses am Dienstagabend einer überplanmäßigen Auszahlung in Höhe von 47.000 Euro zugestimmt. Das gilt allerdings unter Vorbehalt, denn die überplanmäßige Auszahlung wurde beschlossen, wenn Fördergeld bewilligt und ausgezahlt wird. Für die Maßnahme werden Fördermittel aus dem Leader-Programm beantragt.

Es wurde bereits ein Förderantrag beim Leader-Programm beantragt, informierte Gardelegens Bauamtsleiter Ottmar Wiesel, der Zuwendungsbescheid kam laut der Beschlussvorlage am 21. September 2020 und wurde im vergangenen Jahr bestätigt, sagte Ottmar Wiesel. Mit dem Zuwendungsbescheid hat das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) Altmark Zuwendungen für die geplante Baumaßnahme in Höhe von 44.625 Euro gewährt. Die Gesamtkosten für die Maßnahme sind mit dem Zuwendungsbescheid auf 59.500 Euro festgesetzt worden.

Es wurden die Tiefbauarbeiten ausgeschrieben, informierte Ottmar Wiesel weiter, „und mit dieser ersten Ausschreibung war das Budget erschöpft“. Die Kosten basierten auf den Preisen des Jahres 2020. Somit konnten die weiteren Ausschreibungen für Sanitär und Elektro nicht erfolgen.

Um das Vorhaben dennoch komplett durchführen zu können, wurde die beauftragte Tiefbaufirma aufgefordert, ein Nachtragsangebot für die offenen Leistungen anzugeben. Die Summe beläuft sich brutto auf 46.676,35 Euro. Der Gesamtleistungsumfang für die Herstellung des Caravan-Stellplatzes ergibt damit Gesamtkosten in Höhe von 107.875,87 Euro. Gefördert werden soll die Maßnahme zu 75 Prozent, womit das Fördergeld 36.000 Euro und der Eigenanteil der Stadt 11.000 Euro, die aus den Investitionszuweisungen vom Land finanziert werden, beträgt.

Wenn die zweite Förderung für dieses Vorhaben nicht genehmigt wird, werden nur die Pflasterarbeiten durchgeführt. Gegebenenfalls könnte ein zweiter Bauabschnitt geplant werden, sagte Ottmar Wiesel, um Fördermittel zu erhalten.

Er informierte weiter, dass für den Caravan-Stellplatz der Gebäudeverwalter des Dorfgemeinschaftshauses zuständig sein wird. Die Camper sollen sich an ihn wenden, wenn Strom, Wasser, etc. benötigt wird. „Gibt es denn schon Camper?“, fragte Viola Winkelmann nach der Sinnhaftigkeit des Vorhabens in Dannefeld. Dazu erklärte Ottmar Wiesel, dass der Stadtrat den Ort als „Tor zum Drömling“ befürwortet hat und dieses Vorhaben seinerzeit aufgenommen hat. Andreas Höppner erklärte, dass es in der Altmark generell zu wenig Caravan-Stellplätze gibt. Wie in Dannefeld Gebühren für Wasser, Strom und den Stellplatz berechnet werden, wollte Gustav Wienecke wissen. Es sollen laut Ottmar Wiesel Münzsysteme installiert werden. Es sei aber noch nicht klar, wie sinnvoll Münzautomaten bezüglich des Leerens und der Abrechnungen sind, erklärte der Bauamtsleiter.

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