Stadt will Fußgängerquerung über Umgehungsstraße in Leader-Förderprogramm aufnehmen

Brücke würde 1,7 Kilometer sparen

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Die Umgehungsstraße kappt seit Ende 2000 den Zugang von der Stadt zur Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe. An dieser Stelle könnte über das Leader-Förderprogramm eine Fußgängerbrücke gebaut werden.

Gardelegen. Es ist eines von drei Projekten, die die Stadt Gardelegen beim Leader-Aktionsprogramm angemeldet hat. Nämlich eine Fußgängerbrücke über die Gardelegener Umgehungsstraße.

Ob das Projekt tatsächlich realisiert werden kann, das stehe noch nicht fest, erklärte Bürgermeisterin Mandy Zepig am Montagabend während der Sitzung des Gardelegener Stadtrates. Letztlich liege das auch in der Entscheidungsgewalt der Stadträte selbst.

Als die Gardelegener Umgehung, für die es den ersten Spatenstich Ende 1998 gab, im Dezember 2000 eröffnet wurde, kappte die neue Trasse die Hauptzufahrt zur Gedenkstätte, die an die 1016 KZ-Häftlinge erinnert, die am 13. April 1945 in der Feldscheune Isenschnibbe umgebracht worden waren. Vorstandsmitglieder des Gedenkstätten-Fördervereins forderten im Zuge des Umgehungsstraßen-Baus seinerzeit eine solche Fußgängerbrücke zwischen der Kämmereiforst-Verlängerung und der Gedenkstätte – vergeblich. Aus Kostengründen wurde diese Idee damals nicht umgesetzt.

Seitdem müssen Besucher aus dem Osten der Stadt einen Umweg von 1,7 Kilometern hinnehmen, wenn sie zur Feldscheune wollen. Über die Bismarker Straße und die Gedenkstätten-Zufahrt geht es dann einmal im Bogen zum Gräberfeld.

Die Besucherzahl von Einheimischen hat sich mit der Umgehungsstraßen-Eröffnung schlagartig verringert. Weil sie eben nicht mal schnell zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Feldscheune gelangen. Mit dem Bau einer Fußgängerbrücke könnte dieses Manko behoben werden. Denn zwischen der Klostersiedlung rund um den Platz der Freiheit im Osten der Stadt und der nördlich davon gelegenen Gedenkstätte liegen nur ein paar Minuten Fußweg – eigentlich.

Von Stefan Schmidt

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