„Mein Herz schlägt für draußen“

Britta Homm aus Jävenitz ist neue Försterin im Revier Lüderitz

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Britta Homm, die neue Försterin im Revier Lüderitz.

Letzlingen/Lüderitz. Für zehn Reviere ist das Betreuungsforstamt Letzlingen unter der Leitung von Dr. Claus Baum zuständig. Und dazu gehört auch das Revier Lüderitz im Landkreis Stendal, das bisher von Peter Denecke betreut wurde.

Dieser nutzte in diesem Jahr die Möglichkeit, in Altersteilzeit zu gehen, so dass sein Posten wieder neu besetzt werden musste.

Dazu gab es eine Ausschreibung vom Landeszentrum Wald, an der sich auch Britta Homm aus Jävenitz beteiligte, die in der hiesigen Region vor allem durch ihr Engagement im Hundesportverein „Waldschnibbe“ Gardelegen bekannt ist. Sie bewarb sich erfolgreich und stach ihre Mitbewerber aus, wie sie gestern im Pressegespräch freudig strahlend verkündete. Seit Montag, 12. Dezember, ist sie nun Revierförsterin im Revier Lüderitz und unter anderem zuständig für zwei Forstbetriebsgemeinschaften mit insgesamt rund 1700 Hektar Wald. Allerdings habe sie vor Ort im Moment kein Büro, erzählt sie. Daran werde noch gearbeitet. Doch sie ist unter der Telefonnummer (01 73) 2 17 15 94 für die Privatwaldbesitzer, die sie in allen Fragen der Waldbewirtschaftung, Pflege und Forstschutz betreut, auf Zuruf erreichbar. Und sie sagt: „Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe.“ Und ganz fremd ist ihr das Revier auch nicht, da es an das Revier Gardelegen und ihren Wohnort Jävenitz grenzt.

Die 35-jährige Mutter einer Tochter wurde in Magdeburg geboren, wuchs in Sülzetal auf und war, wie sie sagt, schon immer sehr naturverbunden. Nach ihrem Abitur am Magdeburger Fachgymnasium für Wirtschaft und Verwaltung, neben dem sie auch den Jagdschein ablegte, absolvierte sie zunächst eine Lehre zur Forstwirtin in Ilsenburg im Harz. Denn sie wollte, wie Britta Homm erzählt, schon immer was Grünes machen, mit Menschen und Tieren sowie der Natur arbeiten.

Im Anschluss ging sie nach Göttingen und studierte Forstwirtschaft (Ressourcenmanagement). Ihr Studium schloss sie mit dem Diplom ab. Im Anschluss war sie bei Uelzen und im Harz tätig, bevor sie im Jahr 2008 zur Treuhand und damit in die Altmark kam. Denn sie war für die Treuhand für ein Revier zuständig, das sich über drei Landkreise erstreckte. Da sich in dem Zuständigkeitsbereich auch der Gardelegener Hospitalsforst als große BVVG-Fläche befand, wurde in Gardelegen ihr Büro eingerichtet. In dieser Zeit lernte sie ihren Lebensgefährten kennen und zog nach Jävenitz.

Sechs Jahre betreute Britta Homm das Treuhand-Revier, bevor sie als Büroleiterin in das Betreuungsforstamt „Westliche Altmark“ wechselte. „Doch mein Herz schlägt schon für draußen, wo man sieht, wie eine Kultur hochwächst für die nachfolgenden Generationen“, resümierte sie. Aus diesem Grund bewarb sie sich um die frei werdende Stelle als Leiterin des Reviers Lüderitz.

Immer an ihrer Seite wird auch bei ihrer neuen Tätigkeit Beagle Caesar sein, der mit zur Familie gehört und mit dem sie im Hundesport erfolgreich Agility betreibt. Agility ist eine Hundesportart, die ursprünglich aus England stammt. Kernstück ist die fehlerfreie Bewältigung einer Hindernisstrecke in einer vorgegebenen Zeit. Sie ist diesbezüglich im Verein auch als Ausbilderin tätig. Zudem ist sie Mitglied im Gardelegener Schützenverein 1553 und in der Wanzlebener Schützengilde und erfolgreich als Großkaliber-Schützin mit Gewehr und Pistole. An erster Stelle kommt aber immer die Familie.

Von Elke Weisbach

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