Brillante Stimme und singende Säge

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Tomoko Masur brillierte mit ihrer Stimme, während Henning Schmiedt sie am Flügel begleitete.

lam Gardelegen. Sie sind bereits gute Bekannte und wurden entsprechend begrüßt. Denn nach einem Jahr Pause gastierten die Sopranistin Tomoko Masur und ihr Ensemble am Sonnabend zum fünften Mal in Gardelegen und begeisterten im Rathaussaal mit einer musikalischen Reise. „Weihnachtslieder aus aller Welt“ erklangen.

Gestartet wurde im Süden. Denn mit „Natale“ aus Italien zogen Tomoko Masur, ihre Schwester Koko Tayler, Henning Schmiedt und Sylvain Fournier in den Saal ein, wofür sie bereits den ersten Beifall erhielten. Und dieser setzte sich während des stimmungsvollen Konzertes stetig fort.

Zunächst aber machte die Sopranistin bei ihrer Begrüßung deutlich: „Ich freue mich, dass wir wieder mit Ihnen Weihnachtslieder singen dürfen.“ „Wir auch“, antwortete eine Männerstimme aus dem Publikum, dem alle nur zustimmen konnten. Obwohl es immer noch zu viele Kriege auf der Welt gibt, wird in über 100 Ländern der Erde Weihnachten gefeiert, erklärte Tomoko Masur. Es sei das Fest des Friedens, der Freude und der Liebe. Um sie auf die Welt zu bringen, wurde Jesus, Gottes Sohn, geboren.

Die Geburt Jesu war auch das zentrale Thema der Lieder aus zehn Ländern – Italien, England, Frankreich, Spanien, Schweden, Russland, USA, Brasilien, Deutschland und aus der Karibik –, die das Ensemble mitgebracht hatte. Und während dabei die Stimme der Sopranistin jedesmal brillierte, bewiesen ihre Mitstreiter ihr Können auf verschiedenen Instrumenten, die fast ein Orchester ersetzten. Henning Schmiedt überzeugte am Flügel und auf der Flöte, Koko Taylor ließ gar verschiedene Flöten und die große Tuba erklingen, während Sylvain Fournier unterschiedlichen Zupf- und Schlaginstrumenten die schönsten Töne entlockte.

Auch eine Säge ließ er singen, und zwar beim schwedischen „Nu tändas tusen julejus“. Dieses Stück kam sehr getragen daher, wogegen das zweite schwedische Lied „Nu är det jul igen“ ein sehr lustiges war. Vor allem, nachdem Tomoko Masur den Brauch dazu erzählt hatte. Die Schweden laufen zu diesem Lied am Heiligen Abend nämlich um ihren Weihnachtsbaum herum – ein Bild, das mit ein wenig Fantasie nicht nur die Sängerin selbst schmunzeln ließ.

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