High-Speed in der Stadt

Breitbandausbau in Gardelegen könnte nächstes Jahr beginnen

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Die Vereinbarung unterschrieben Detlef Gieselmann und Mandy Zepig. Mit dabei waren Norbert Hartmann (links) und Andreas Forke.

Gardelegen – Die Hansestadt wird zur High-Speed-Zone. Breitband soll in Gardelegen für die Internetnutzung demnächst verfügbar sein. Dazu wurde gestern eine Vereinbarung zwischen der Stadt und Avacon Connect unterschrieben.

Der Geschäftsführer Detlef Gieselmann erklärte, dass Gardelegen flächendeckend erschlossen wird.

„Wir wollen die Region voranbringen und die Entwicklung unterstützen“. Denn Internet werde laut ihm zunehmend wichtiger, Glasfaser sei deswegen die Zukunft.

Allerdings müssen für den Breitbandausbau bis ins Haus Vorverträge abgeschlossen werden. Mindestens 40 Prozent der 5221 Haushalte und 700 kleineren und mittleren Unternehmen werden dafür benötigt, informierte Detlef Gieselmann. In den nächsten Jahren sollen weitere Kunden gewonnen werden. Auch sie können dann noch einen Glasfaser-Anschluss bekommen, denn das Netz wird in der gesamten Stadt verlegt.

Die Vermarktung für den Breitbandausbau soll Ende des Monats beginnen und voraussichtlich Anfang September abgeschlossen werden. Es gibt neben Wurfsendungen an die Haushalte im Schützenhaus am 26. Juni um 18.30 Uhr eine Informationsveranstaltung. Dabei seien viele bereits gut informiert, sagte Detlef Gieselmann. Denn es fanden bereits viele Veranstaltungen durch den Zweckverband Breitband Altmark (ZBA) dazu statt.

Der ZBA kann in der Hansestadt selbst aber nicht ausbauen. Das Gebiet ist nicht förderfähig, weil hier bereits mit bis zu 30 Mbit/s im Internet gesurft werden kann. Es werde nur dort ausgebaut, wo der ZBA nicht ausbauen kann, teilte Detlef Gieselmann mit. Insgesamt gibt es dafür ein Budget von 40 Millionen Euro. Damit werden nicht nur in Gardelegen Glasfaser verlegt, sondern auch in Klötze und eventuell noch in einem dritten Gebiet, informierte er weiter.

Gibt es genügend Vorverträge, könnte ab nächstem Jahr mit dem Breitbandausbau begonnen werden. Während der Vermarktung wird bereits geplant, sodass das Vorhaben zügig umgesetzt werden kann. Allerdings muss dafür durch „die ganze Stadt“ gegraben werden, so Detlef Gieselmann.

Denn Gardelegen bekommt für den Breitbandausbau insgesamt 350 Kilometer neue Glasfaserkabel. Es soll zügig vorangehen, erklärte der Geschäftsführer und von den Bauarbeiten sei anschließend nichts mehr zu sehen. 2020 bzw. 2021 könnte es das Glasfasernetz bereits geben. Dann kann in Gardelegen mit über 1 Gbit/s im Internet gesurft werden. Das Glasfasernetz soll für andere Internetanbieter geöffnet werden.

VON INA TSCHAKYROW

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