Gardelegens Innenstadt-Bewohner werden um ihre Meinung gefragt

Gardelegen: Böllerbeschränkung für die Altstadt?

Zum Jahreswechsel wird auch in der Gardelegener Altstadt gerne geballert. Was die Innenstadt-Bewohner darüber denken, will die Stadtverwaltung wissen.
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Zum Jahreswechsel wird auch in der Gardelegener Altstadt gerne geballert. Was die Innenstadt-Bewohner darüber denken, will die Stadtverwaltung wissen.

Gardelegen – Noch ist nichts Gravierendes passiert. Aber es könnte passieren. Wie in Salzwedel in der Neujahrsnacht, als in der Altstadt ein Fachwerkhaus Feuer fing. Auslöser war eine Silvesterrakete.

Und der Brand im Affenhaus des Krefelder Zoos am selben Tag, bei dem zahlreiche Tiere elendig ums Leben kamen, ging deutschlandweit durch die Presse.

Auch Gardelegen hat eine historische Altstadt. Die mittelalterliche Bausubstanz ist nach der Wende mit vielen Millionen DM und Euro aufgehübscht und saniert worden. Ein Brand in einem der Altstadthäuser könnte verheerende Auswirkungen auch für Nachbargebäude haben.

Dies ist einer der Intentionen, warum die Bewohner der Gardelegener Altstadt demnächst Post aus dem Gardelegener Rathaus – ebenfalls ein denkmalgeschütztes mittelalterliches Gebäude inmitten in der Altstadt – erhalten werden. „Wir wollen herausfinden“, erklärt dazu Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher, „was die Bewohner der Altstadt über das Thema Silvesterraketen denken.“ Denn manch ein Innenstadtbewohner mag schon seit Jahren im Vorfeld der Jahreswechsel angstvoll über mögliche Folgen von verirrten Böllern oder Silvesterraketen nachgedacht haben.

Möglich wäre ein Böllerverbot an bestimmten Stellen in der Gardelegener Altstadt. Zumal es im Zentrum auch mehrere leer stehende Gebäude gibt, in denen niemand mehr wohnt und die bei einem Brand besonders gefährdete Objekte sind.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das fraktionslose Stadtratsmitglied Dirk Kuke einen Vorstoß unternommen, in der Gardelegener Innenstadt ein Raketenverbot anzuregen. Stattdessen sollte es zentrale Böllerorte geben. Dies wurde vom Stadtrat jedoch abgelehnt. Die nun beginnende Umfrage habe mit dem damaligen Kuke-Vorstoß allerdings nichts zu tun, versichert Mandy Schumacher.

VON STEFAN SCHMIDT

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