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Bleibt Parken auf Gardelegener Rathausplatz erlaubt?

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Von: Ina Tschakyrow

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Autos auf Platz
Sieben Parkplätze gibt es auf dem Gardelegener Rathausplatz, die laut des Ausschusses für Bau- und Ordnungsangelegenheiten erhalten bleiben sollen. © Ina Tschakyrow

Sollen die sieben zeitlich begrenzten Parkplätze auf dem Gardelegener Rathausplatz bleiben oder abgeschafft werden? Über den Antrag dazu von der Linken-Stadtratsfraktion diskutierte der Ausschuss für Bau- und Ordnungsangelegenheiten am Donnerstagabend.

Gardelegen – Der Rathausplatz habe eine große Aufwertung erhalten, erklärte die Fraktionsvorsitzende Gudrun Gerecke den Antrag und nannte als Beispiel die Gastronomie mit den Außensitzplätzen. „Das ist schön, das belebt die Innenstadt“, sagte sie. Deswegen halten sich aber auch viele Menschen auf dem Rathausplatz auf, darunter auch Kinder, die spielen, fuhr sie fort. Und Autos, die dort parken wollen. Um den Rathausplatz noch mehr aufzuwerten, sollte die Erlaubnis, dort zu parken, aufgehoben werden, verdeutlichte Gudrun Gerecke. Einige Autos würden „kreuz und quer“ stehen, und „nicht nur auf den Parkflächen“. Es gebe viele Parkplätze in der Innenstadt, sodass diese in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen ist, so Gudrun Gerecke weiter.

Im Antrag wird weiterhin als Begründung für die Abschaffung der Parkplätze aufgeführt, dass sich die Besitzverhältnisse beim Café am Rathaus und dem Reutterhaus änderten, sodass mit einem Besitzer für Beides Gäste nach dem Be- und Entladen auf dem Parkplatz des Reutterhauses stehen sollen.

Dirk Kuke hatte „Bedenken“ und „würde davon abraten“, die Parkplätze abzuschaffen. Diese ermöglichen „kurze Wege in die Innenstadt“. Er habe mit einer Geschäftsinhaberin gesprochen, die ihm gegenüber sagte, dass viele Kunden auf dem Rathausplatz parken, in ihrem Geschäft einkaufen und dann wieder fahren.

Zu wenig Parkplätze seien in der Stadt vorhanden, sagte Gustav Wienecke, „und jetzt noch die Kurzzeitparkplätze abschaffen?“ Der Wannefelder erklärte, dass viele aus den Dörfern Parkplätze brauchen, wenn sie in die Stadt fahren und dass er „den Antrag ablehnt“.

Klaus Fehse stimmte zu, dass es zu wenig Parkplätze gibt, aber „es gibt auch viele Kinder auf dem Rathausplatz“. Autofahrer halten dort kurz, um beispielsweise bestelltes Essen abzuholen, fuhr er fort.

Werden die Parkplätze abgeschafft, „ist das schlecht für die Gewerbetreibenden“, machte Fabian Prochorowsky deutlich. Er könne beispielsweise auf dem Holzmarkt parken und bis zur Buchhandlung laufen, aber „ältere Menschen oder Menschen mit Beeinträchtigungen nicht“.

Oliver Stegert sei „hin- und hergerissen“, wolle den Antrag unterstützen. Er sagte, dass viele Parkplätze vorhanden seien, und nicht mehr als 500 bis 600 Meter zu Fuß in die Innenstadt gegangen werden müssten. Und es seien „auch nur sieben Parkplätze, über die wir hier reden“.

Andreas Höppner schlug vor, Behindertenparkplätze aus den Parkplätzen zu machen. 16 Unfälle, wie aus einer Anfrage von der Stadtverwaltung bei der Polizei hervorgeht, gab es in den vergangenen zweieinhalb Jahren auf dem Parkplatz, fuhr er fort. Das sei jeder zweite Monat ein Unfall. Ein „Gefahrenpotenzial ist vorhanden“, sagte Andreas Höppner, der aber auch die „Gewerbetreibenden verstehen“ kann.

Der Antrag wurde schließlich mehrheitlich abgelehnt. Gudrun Gerecke und Andreas Höppner stimmten dafür. Der Stadtrat entscheidet.

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