Einschränkungen bei Anliegen der Bürger / Keine öffentlichen Osterfeuer

Coronavirus in Gardelegen: Bisher funktioniert alles gut

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Die Spielplätze sind gesperrt. Darauf weisen Schilder hin, die auf Spielplätze der Einheitsgemeinde aufgestellt worden sind.

Gardelegen – Die Bürger zeigen großes Verständnis für die Situation, so Florian Kauer, und für die damit verbundenen Einschränkungen.

Der Fachdienstleiter für Sicherheit und Ordnung der Stadt Gardelegen informiert mit Bürgermeisterin Mandy Schumacher und weiteren Verwaltungsmitarbeitern wegen des Corona-Virus über Änderungen von Anliegen der Bürger.

Im Standesamt werden Unterlagen, zum Beispiel nach Sterbefällen, im Flur ausgehändigt. Wichtig sei, dass sich die Bürger zuvor telefonisch melden, so Standesbeamtin Petra Wendel. Dokumente, bei denen keine Unterschrift erforderlich ist, werden verschickt. Wenn Dokumente unterschrieben werden müssen, können Bürger diese per Mail erhalten, unterschreiben und per Post ans Standesamt schicken. Auswirkungen haben die Einschränkungen bei Hochzeiten. Zwei Trauungen im April haben Paare abgesagt. Noch in dieser Woche gab es zwei Hochzeiten. Zuvor wurden die zwei Paare darauf hingewiesen, dass derzeit maximal zehn Personen ins Eheschließungszimmer dürfen. In Vorbereitung der geplanten Hochzeiten im Frühling und Sommer werden die Vorbereitungsgespräche mit den Paaren nun soweit wie möglich auf spätere Termine verlegt.

Einschränkungen gibt es bei Bestattungen. Notwendige Unterlagen erhalten Bestatter über das Fenster und nicht mehr im Büro. Persönliche Gespräche gab es mit Angehörigen, die Beisetzungen bis zum 13. April angemeldet hatten. „Trauerfeiern sind nur noch am Grab oder vor der Trauerhalle möglich“, so Sachbearbeiterin Bettina Bauer. Die Bestatter sind hingewiesen worden, dass bei Trauerfeiern Listen mit Angaben der Gäste zu führen sind, die bis vier Wochen nach der Beisetzung aufgehoben werden müssen. Das persönliche Gespräch mit den Bürgern bei der Grabstättenauswahl „findet weiterhin auf dem Friedhof statt“, so Bettina Bauer. Ab heute werden die Mitarbeiter der Lebenshilfe nur noch eingeschränkt auf dem Gardelegener Friedhof tätig sein.

Zu den Sprechzeiten des Einwohnermeldeamtes ist keine Anmeldung nötig. Die Sprechzeiten sind täglich – außer mittwochs – von 9 bis 12 Uhr. Die Wartezeiten für Bürger, die Dokumente beantragen, seien bisher minimal, informiert Florian Kauer. Für fast alle Dokumente, die über das Einwohnermeldeamt bezogen werden, ist persönliches Erscheinen Pflicht, berichtet der Fachdienstleiter weiter.

Anders ist es im Bereich Gewerbe, Hundeanmeldung und Sondernutzung. „Da kann ganz viel digital und per Post geklärt werden. Das wurde zuvor auch schon von den Bürgern so genutzt“, sagt Sachbearbeiterin Manuela Wille.

Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr ist weiterhin gegeben, der Brandschutz sichergestellt und die hauptamtlichen Gerätewarte sind uneingeschränkt tätig. Einzig Ersatzbeschaffungen seien derzeit nicht möglich, „aber wir sind noch gut ausgestattet“, so Stadtwehrleiter Sven Rasch. Die Ausbildung der Mitglieder bei Lehrgängen sind derzeit auf Null heruntergefahren.

Es werde keine öffentlichen Osterfeuer geben, informiert Florian Kauer weiter. Das betrifft alle Osterfeuer, die von Ortschaftsräten, Ortsfeuerwehren und Vereinen organisiert werden. Grund sei, dass die Stadt nicht gewährleisten kann, die aktuellen Anforderungen für solche Veranstaltungen zu ermöglichen. Bei der Frage, ob auf den Grünschnittplätzen dennoch das Material abgelegt werden darf, bittet Florian Kauer bei den jeweiligen Organisatoren nachzufragen. Private Osterfeuer sind anzeigepflichtig. „Die unterbinden wir derzeit nicht“, so Florian Kauer weiter. Die Veranstalter werden von der Verwaltung auf die damit verbundenen Regelungen bei Menschenansammlungen hingewiesen.

Nach der Entscheidung der Landesregierung Spielplätze zu sperren, weisen nun Schilder auf die Schließung hin. „Wir können nur an die Eltern appellieren, sich daran zu halten, so schwierig die Situation auch ist und so schwer das auch fällt“, sagt Florian Kauer. Der Außendienst werde in Absprache mit der zuständigen Behörde, dem Altmarkkreis Salzwedel, Kontrollen durchführen.

VON INA TSCHAKYROW

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