Gardelegens Stadtverwaltung nutzt Ausscheiden von Leiterin Ursula Isenberg zur Personalkürzung

Bibliothek: Eine Stelle weniger

Ursula Isenberg, die Leiterin der Gardelegener Bibliothek, geht im Frühjahr in den Vorruhestand. Bürgermeister Konrad Fuchs plant in Folge dessen einen Abbau des Personals um eine Stelle.

Gardelegen. Im Frühjahr ist es soweit. Dann geht Ursula Isenberg, die Leiterin der Gardelegener Stadt-, Kreis- und Gymnasialbibliothek, in den Vorruhestand. Sie scheidet aus dem aktiven Dienst aus, verlässt die Stadtverwaltung offiziell aber erst im Jahr 2014.

Und danach, so erklärt Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs, plane man keine Neueinstellung. Soll heißen: Der Weggang der langjährigen Leiterin wird genutzt, um Personal in der Bibliothek abzubauen.

„Ziel von uns ist es, langfristig in der Bibliothek Personal zu reduzieren“, so Fuchs, angesprochen auf die Personalie Ursula Isenberg. Es habe eine „interne Ausschreibung“ für die Nachfolge der bisherige Leiterin gegeben. Der Bürgermeister rechnet damit, dass sich aus dem Hause, also aus der Bibliothek selbst, eine Nachfolgerin findet. „Eine neue Persönlichkeit mit anderen Ansätzen“ würde es dann wohl geben. „Das wär ja grundsätzlich nichts Schlechtes“, so Konrad Fuchs. Und: „Mit einem neuen Posten und mehr Verantwortung gibt es oft einen Schub.“ Darauf setze er bei der Isenberg-Nachfolge – egal, wer es sein sollte. Das Verhältnis zwischen dem Bürgermeister und der Bibliotheks-Chefin war nicht immer völlig konfliktfrei. Vor allem bei der vor mehreren Jahren stattgefundenen wochenlangen Diskussion um Personal- und Stundenreduzierungen in der Einrichtung gab es unterschiedliche Auffassungen zwischen beiden.

Die Stelle von Ursula Isenberg als Chefin soll also neu besetzt werden. Aber eine neue Kraft soll nicht eingestellt werden. Derzeit arbeiten fünf Mitarbeiterinnen in den Räumen im Gardelegener Schlüsselkorb

Mit der Personalreduzierung einher gehen könnte auch eine Reduzierung der Öffnungszeiten. „Das ist nicht ausgeschlossen“, erklärt Konrad Fuchs und verweist auf die „demographische Entwicklung“. Soll heißen: Immer weniger Einwohner würden auch immer weniger Nutzer bedeuten.

Aktuell ist die Gardelegener Bibliothek an 30 Stunden in der Woche geöffnet. Und zwar montags von 10 bis 16 Uhr, dienstags und donnerstags von 10 bis 18 Uhr, freitags von 10 bis 16 Uhr sowie sonnabends in der Zeit zwischen 10 und 12 Uhr.

Von Stefan Schmidt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare