Betrüger gibt sich bei Gardelegenern als Sohn aus

Vermeintlicher Sohn fordert 2250 Euro

Die Person forderte in Nachrichten das Überweisen von Geld.
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Mehrere Nachrichten schrieb der Betrüger.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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Ein Betrüger gibt sich als Sohn aus und fordert von Gardelegenern 2250 Euro für ein MacBook.

Gardelegen – „Hallo mama mein handy ist kaput gegangen. Dies hier ist meine neue nummer diese kannst du abspeichern (Herz-Emoji) Bist du zuhause?“ Diese Nachricht hat eine Frau aus der Einheitsgemeinde Gardelegen am Freitag um 11.42 Uhr bei WhatsApp bekommen. Der Absender gab sich als ihr Sohn aus und wollte, dass die Frau ihm 2250 Euro überweist, erzählt ihr Mann (Name ist der Redaktion bekannt) der Altmark-Zeitung, der die Chatverläufe vorliegen. „Wir sind zunächst davon ausgegangen, dass es wirklich unser Sohn ist“, erzählt der Mann: „Wir haben gar nicht daran gedacht, dass es ein Betrüger sein könnte.“ Es „kann ja mal passieren, dass das Handy kaputt geht“, erzählt der Mann, nachdem diese Nachricht ankam: „Ich hab mein handy fallen lassen mein touchscreen reagiert nirgend mehr drauf. Ich benütze jetzt eben mein altes handy aber ich bin schlecht zu erreichen.“

Überweisung für Rechnung gefordert

Die Person sendet an die Frau „(...) aber ich habe jetzt eben ein anderes problem, ich wollte dir fragen ob du mir vielleicht eben damit helfen kannst?“ Die Frau antwortet: „Womit?“ und die Person: „Ich muss vor 00:00 zwei bezahlungen überweisen aber weil mein handy jetzt kaput ist kan ich nicht in mein apps. Könntest du das für mich überweisen dan bekommst du das äußerst montag sofort zurück.“ Die Frau antwortet, dass er sich das Geld abholen soll. „Ich brauch das ja nicht in bar! (...) Ich muss das überweisen.“ kommt als Antwort, woraufhin die Frau „Ich kann es auch nicht anders!“ schreibt und die Person „Kannst du das nicht überweisen mit online banking?“ Die Frau sendet, dass das nur der Vater könne und der vermeintliche Sohn ihn selbst fragen und zu den Eltern kommen soll. „Ich bin heute aber noch unterwegs, ich hab diese woch echt viel zu tun gehabt“, redet sich die Person heraus und fragt: „Der könnte das doch auch eben ohne mich machen, wenn ich dir die daten schicke?“ Die Frau sendet die Handynummer ihres Mannes, die Person stellt fest, dass dieser kein WhatsApp habe, woraufhin die Frau schreibt, dass er ihn anrufen soll. „Ich kann ja nicht telefonieren, mein mikro ist doch defekt.“

Betrug fällt auf

Die Frau sagt wieder, dass er deswegen nach Hause kommen soll, aber „Ich weiß nicht ob ich schaffe, dieser zeitraum das die überweisungen annehmen ist nur bis 20:00.“ Die Frau lässt sich nach weiteren Nachrichten überzeugen, die Person schickt die Informationen für die Kontoverbindung. Dort steht als Verwendungszweck „Zahlung Apple MacBook Pro 16 inch“. „Da waren wir sauer“, so der Mann, dass die vermeintlichen Eltern solch eine hohe Rechnung zahlen sollten. Ihnen fiel zudem auf, dass dort als Kontoinhaber nicht der Name des Sohnes stand, sondern ein anderer Name. Sie erzählten einem ihrer Söhne davon. „Er hat uns gesagt, dass das ein Betrüger sein muss“, so der Mann. Dann wurde auch zum anderen Sohn Kontakt aufgenommen, auch er sagte, dass er das nicht war. „Wir haben dann Anzeige bei der Polizei erstattet“.

Das Ehepaar hatte zuvor noch geschrieben, dass es nicht die Kosten übernehme. „Es kam keine Reaktion mehr“, so der Mann, der mit seiner Frau später noch ein Fragezeichen an den Betrüger schickte, aber diese Nachricht wurde auch nicht gelesen. „Wir sind jetzt viel vorsichtiger“, erzählt der Mann. „An so etwas denkt man doch gar nicht“, auch wenn davon zwar immer wieder in den Nachrichten berichtet werde, so der Gardelegener.

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