Wenn geöffnet ist, dann fast nur werktags

Besucher- und Dokumentationszentrum in Gardelegen am Wochenende fast immer zu

Die Öffnungszeiten im neuen Besucher-und Dokumentationszentrum auf der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe sehen Besuche an den Wochenenden und Feiertagen – bis auf eine Ausnahme – nicht vor.
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Die Öffnungszeiten im neuen Besucher-und Dokumentationszentrum auf der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe sehen Besuche an den Wochenenden und Feiertagen – bis auf eine Ausnahme – nicht vor.

Gardelegen – Noch ist ein Betreten nicht möglich. Die für den April vorgesehene Eröffnung des Besucher- und Dokumentationszentrums auf der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe bei Gardelegen hat sich wegen der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Einschränkungen bis auf Weiteres verzögert.

Möglicherweise im Herbst soll das mehr als drei Millionen Euro teure Objekt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden – aber nicht an den Wochenenden. Das steht am Eingang des Gebäudes, wo bereits die Öffnungszeiten aufgeführt sind.

Soll heißen: Das Zentrum wird sonnabends und sonntags sowie an allen Feiertagen geschlossen sein. Eine Ausnahme bildet immer der letzte Sonntag im Monat, wenn die Türen dann in der Zeit von 13 bis 17 Uhr geöffnet sind. Auch montags ist das Besucher- und Dokumentationszentrum geschlossen.

Andreas Froese, der Leiter der Gardelegener Gedenkstätte, verweist auf das Personal. Eine regelmäßige Öffnung an Wochenenden und Feiertagen sei mit dem aktuellen Bestand nicht machbar, erklärt der auf Anfrage der Altmark-Zeitung.

Die Wochenend-Schließung ist in den sieben Gedenkstätten, die sich in der Obhut der Landes-Gedenkstättenstiftung befinden, die Regel. Fünf der sechs bisherigen Standorte haben, wie auch in Gardelegen geplant, nur einmal pro Monat sonntags geöffnet. Und das, obwohl mutmaßlich an den Wochenenden und Feiertagen mehr Einzelbesucher kommen würden als werktags. In einer Berufspendlerregion wie der Altmark hätten hiesige Interessenten wohl eher an Sonn- und Feiertagen Zeit als beispielsweise an einem Dienstagvormittag.

Eine Option könnte es aber doch noch geben: Ehrenamtliche Helfer könnten an den Sonn- und Feiertagen vor Ort sein, um eine Öffnung zu ermöglichen. Das will Andreas Froese für die Zukunft nicht grundsätzlich ausschließen. Gestartet wir aber erstmal – wann auch immer – mit der Maßgabe, dass freitags um 13 Uhr das Besucher- und Dokumentationszentrum zugeschlossen wird. VON STEFAN SCHMIDT

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