Am besten immer mit Landkarte

Die Mildebrücke bei Schenkenhorst: Links geht es den Milde-Biese-Weg nach Kalbe, geradeaus ins Nirvana. Ein Hinweis fehlt.

Gardelegen. „Die Nachfrage ist steigend.“ Das sagt Ulrike Wolterstorff, Mitarbeiterin der Tourist-Information in Gardelegen. Gemeint sind Radtouren. Ob einzeln oder in Gruppen, ob junge Leute oder auch Rentner-Ehepaare: Radtouren, gerne auch über mehr als eine Woche, werden auch in der Altmark immer beliebter. Es gibt Rundkurse, es gibt ausgewiesene Strecken. Die Altmark-Zeitung hat mal genauer hingeschaut und festgestellt: Mitunter gibt es noch Nachholbedarf.

Zum Beispiel beim Milde-Biese-Radweg, der in Letzlingen startet und über Gardelegen weiter bis nach Kalbe führt.

Dumm nur: Wer keine Landkarte zur Hand hat und regelmäßig auch unterwegs auf sie schaut, ist schnell aufgeschmissen. Am deutlichsten ist dies am nördlichen Ende von Schenkenhorst zu sehen, wo der Radweg direkt nach der Milde-Brücke scharf links in Richtung Kalbe abbiegt, wunderschön immer an der Milde entlang. Ein Hinweisschild? Gibt es an dieser Abbiegung nicht. Folge: Viele radeln geradeaus weiter und landen eine halbe Stunde später in Kremkau, im Nachbarlandkreis Stendal.

Auch im Gardelegener Stadtgebiet ist die Beschilderung alles andere als optimal. Abgesehen davon, dass die Hinweistafeln offenbar lange nicht geputzt worden sind: Sie hängen teilweise versteckt, die Pfeile sind – wie im Bereich des Stadtgrabens – verwirrend. Wer beispielsweise stadteinwärts am Stendaler Tor nach links auf den Wall biegen muss, wie auf der Karte eingezeichnet, findet dort kein Hinweisschild. In der Gegenrichtung ein paar Meter weiter hängt ein Schild. Aber nicht nur dort: Wer statt des Milde-Biese-Weges den Biese-Milde-Weg benutzen will, also in die Gegenrichtung radelt, ist öfter mal aufgeschmissen. Wenn er nicht permanent die Landkarte zur Hand hat.

Von Stefan Schmidt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare