Stadt Gardelegen erreicht Fristverlängerung bei neu zu beschließendem Konsolidierungsprogramm

Beschluss wohl erst im Februar

Das Sparpaket in Gardelegen muss neu geschnürt werden. Immerhin: Ein neuer Beschluss zum Konsolidierungskonzept hat nun bis Februar Zeit. Foto: Schmidt

Gardelegen. „Es wäre Unsinn, das nun mit heißer Nadel zu stricken. “ Das erklärt Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs zum Haushalts-Konsolidierungskonzept. Dieses auf mehrere Jahre ausgelegte Sparpaket ist im Herbst von der kreislichen Kommunalaufsicht abgelehnt worden.

Mit der Auflage, dieses Konzept neu zu erarbeiten, mit noch mehr Sparwillen als bisher. Bis zum 16. Dezember, so lautete die ursprüngliche Vorgabe vom Oktober, müsse die Stadt ein zweites Konsolidierungskonzept erarbeitet haben.

Dies sei aber zu wenig Zeit, monierte Konrad Fuchs bereits im Herbst. Und er kündigte an, beim Kreis – er muss das Konzept letztlich genehmigen, was er im ersten Anlauf eben nicht getan hatte – eine Fristverlängerung zu beantragen. Wie Fuchs gegenüber der Altmark-Zeitung erklärte, sei dieser Verlängerung inzwischen stattgegeben worden.

Statt noch vor Weihnachten soll das Konsolidierungskonzept nun erst im neuen Jahr beschlossen werden. Und zwar, so ist es der Wunsch des Bürgermeisters, während der Februar-Sitzung des Gardelegener Stadtrates, also am Montag, 6. Februar. Zuvor wird das Konzept in den Fachausschüssen beraten, und zwar im Januar. Somit steht die Konsolidierung ab der kommenden Woche, wenn die nächsten Ausschüsse tagen, noch nicht auf der Tagesordnung.

Unterdessen hat sich die im Frühjahr gegründete „Arbeitsgruppe Haushalt“ vor wenigen Tagen erstmals getroffen. Sie ist auf Anregung des Finanzausschuss-Vorsitzenden Jens Bombach wiederbelebt worden, nachdem die Konsolidierung einkassiert worden war.

Im Rahmen dieses Konsolidierungskonzeptes muss die Stadt erarbeiten, wo man in den nächsten Jahren konkret sparen will und wo man Einnahmen erhöhen will. Dies könnte Preiserhöhungen bei Freibädern, Bibliotheken und anderen städtischen Einrichtungen bedeuten. Aber auch die drastische Reduzierung von freiwilligen Aufgaben.

Von Stefan Schmidt

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