Berges Ortschaftsrat will Dorfgemeinschaftshaus komplett erhalten

Berge: Übernimmt der Verein „Dorfleben“ das Sportzentrum?

Gebäude mit Garage
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Das Berger Dorfgemeinschaftshaus ist seit mehr als einem Jahr gesperrt.
  • Stefan Schmidt
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Das Dorfgemeinschaftshaus in Berge ist seit mehr als einem Jahr gesperrt. Es gibt Schäden in der Dachkonstruktion.

Berge – „Wir müssen aus dem Dunkeln heraus auch das Licht sehen.“ Paul Berlin, Berges Ortsbürgermeister, ist optimistisch, dass das Sportzentrum in Berge, das vor Ort nichts anderes als das Dorfgemeinschaftshaus ist, erhalten bleiben kann. Und zwar vollständig. Seit mehr als einem Jahr ist der Komplex gesperrt, weil die Dachkonstruktion im Saal teilweise eingestürzt ist.

Brandschutz als Knackpunkt

Bisher hatte die Stadt vor, den Saal komplett abzureißen. Dies wollte der Ortschaftsrat nicht. Knackpunkt waren bisher die Kosten für den Brandschutz. Die jedoch würden sich reduzieren, erläuterte Paul Berlin während der Sitzung des Ortschaftsrates am Montagabend, die im Sportlerheim von Eintracht Berge stattfand. Die Wohnung im Obergeschoss wird geräumt. Damit wird die erste Etage mitsamt der dorthin führenden Treppe nicht mehr genutzt und Brandschutzauflagen seien dann nicht mehr nötig, erläuterte Berges Ortsbürgermeister.

Kein Nutzungsvertrag

Ziel des Rates ist, den gesamten Komplex – also auch den Saal mit der derzeit noch maroden Dachkonstruktion – zu erhalten. „Unsere Bevölkerung möchte“, so Paul Berlin, „dass der Saal erhalten bleibt.“ Dafür soll der Verein „Dorfleben 1327“ das Sportzentrum übernehmen. Einen entsprechenden Vertrag wünscht sich der Ortschaftsrat. Wie Paul Berlin erklärte, lehne die Stadt zwar einen klassischen Nutzungsvertrag ab, habe aber ein Interesse daran, Dorfgemeinschaftshäuser wie das in Berge nicht mehr selbst zu betreiben. Deshalb solle es eine Eigentumsübertragung an den Verein geben. Dessen Vorsitzender Mario Brune war bei der Sitzung am Montagabend zugegen und bestätigte das Interesse des „Dorfleben“-Vereins. Nun müsse der Architekt noch ein Konzept erarbeiten. Vor allem geht es auch um die Sanierungskosten.

Neben der Wohnung, die nicht mehr genutzt wird, soll auch der Garagen-Anbau abgerissen werden, erläuterten Brune und Berlin.

Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher wartet eigenen Angaben zufolge bereits auf einen Terminvorschlag aus Berge, um eine eventuelle Übernahme zu regeln. „Es gibt da aber noch ganz, ganz viele offene Fragen“, vor allem, was die Kosten angehe. Ein schneller Abschluss ist deshalb eher unwahrscheinlich.

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