Einwohner kritisieren die langen Umleitungen

Beginn der Sanierung der B 188 und L 25 bei Weteritz wohl erst im Mai

Das Foto zeigt den Einmündungsbereich der L 25 in die B 188 bei Weteritz.
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Nach derzeitigen Informationen soll die B 188 für zwei Wochen komplett gesperrt werden, danach wird die L 25 saniert.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
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Ab Montag sollten die Sanierungsarbeiten an der B 188 und der L 25 bei Weteritz, bei denen ein neues Verfahren für die Fahrbahnerneuerung von der Technischen Universität Darmstadt getestet wird, beginnen. Nun findet ab Montag zunächst die Bauanlaufberatung statt, die Baustelleneinrichtung beginnt anschließend.

Weteritz – Ab wann Bauarbeiten beginnen, werde am Montag geklärt, informiert Andreas Tempelhof, Pressereferent des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt auf Anfrage der AZ. Anfang Mai werde voraussichtlich die Sanierung der B 188 beginnen, dann ist die Bundesstraße für 14 Tage komplett gesperrt. Danach wird die Fahrbahn der L 25 erneuert. Anfang Juni sollen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein.

Weteritzer kritisieren die Umleitungen während der Baumaßnahme. Während der Sanierung der B 188 und der L 25 von Weteritz zur B 188 gibt es eine Vollsperrung. Der Verkehr wird über die B 71, die L 19 und L 26, also über Zichtau, Breitenfeld und Jeggau umgeleitet. Die Umleitung für die Sanierung der L 25 erfolgt über die Kreisstraße über Solpke. Der Verkehr für das Gewerbegebiet von Weteritz wird über Wirtschaftswege umgeleitet. Während der Deckensanierung von Weteritz bis zur Brücke auf der L 25 besteht dann eine Vollsperrung, die Umleitung dafür erfolgt auch über die Kreisstraße nach Solpke.

25 Kilometer Weg für eine Fahrt nach Gardelegen

Das sind nicht nur Umwege für die Verkehrsteilnehmer, sondern auch für die Weteritzer. „Wenn wir nach Gardelegen wollen, müssen wir über Jerchel und Potzehne fahren“, sagt Dirk Kuke, „das sind 25 Kilometer für eine Fahrt“. Das kritisieren auch Brigitte und Otto Burkardt sowie Renate Palmdorf. Die Anwohner haben bisher von dem Vorhaben auch nur aus der Zeitung erfahren und von Dirk Kuke, der vor einigen Monaten bei einer ersten Besprechung vor Ort dabei war und einige Informationen erhielt. Laut ihm soll der Schüler- und Linienbusverkehr über den Radweg führen, wo einst die alte B 188 entlang führte, der aber wegen der Bäume eng ist. Für den Gegenverkehr könnte eine Ampel eingesetzt werden. Das sei aber laut Dirk Kuke nicht möglich, weil, so teilte es ihm das Bauamt mit, dort auch der Baustellenverkehr entlang fährt. Eine andere Idee der Anwohner ist, dass die Autos an der Einfahrt zum Gewerbegebiet abgestellt werden könnten, um dann über den Wirtschaftsweg zu fahren. „Aber wer stellt da sein Auto ungesichert ab?“, so Brigitte Burkardt.

Die Weteritzer fragen sich auch, wo Feuerwehr oder Rettungswagen entlang fahren, wenn sie bei einem Einsatz nach Weteritz müssen. Dirk Kuke sieht noch ein weiteres Problem: Der Bäcker- und Fleischerwagen kann während der Baumaßnahme nicht Weteritz anfahren. „Wo kaufen die Leute dann ein, vor allem die Älteren, die darauf angewiesen sind?“ Er könnte sich vorstellen, dass dann Einwohner für die älteren Bürger einkaufen.

Trotz der Kritik machen Dirk Kuke, Brigitte und Otto Burkardt sowie Renate Palmdorf deutlich, dass sie sich freuen, dass die Straßen saniert werden.

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