„Bedeutender Wirtschaftsfaktor“

Gardelegen – von Stefan Schmidt. Wenn sich die Mitglieder des Aufsichtsrates der Gardelegener Wobau in wenigen Tagen zu einem Vor-Ort-Termin treffen, dann besichtigen sie eines der derzeitigen Vorzeigeobjekte in der Stadt.

Nämlich die Großbaustelle an der Hopfenstraße 2, direkt an der Normaluhr-Kreuzung. Dieses historische Türmchen-Gebäude wird seit Monaten saniert, soll in diesem Jahr bezugsfertig sein. Und wird gebaut, wobei die hundertprozentige Stadt-Tochter seit vielen Jahren keine Kredite mehr aufnehmen muss. Denn die Wobau ist solvent, was Aufsichtsrats-Vorsitzender Konrad Fuchs, als Bürgermeister automatisch in diesem Amt, während der jüngsten Tagung dieses Gremiums von Wobau-Geschäftsführer Günter Hoop erfuhr. Denn die Wobau hat die Leerstands-Quote erstmals unter fünf Prozent gedrückt. Aktuell liegt sie bei genau 4,51 Prozent. Soll heißen: Von den 1419 Wohneinheiten sind nur 64 nicht vermietet. Und sogar im Sanierungsgebiet der Gardelegener Altstadt liegt die Quote bei erstaunlichen 9,71 Prozent und somit erstmals unter zehn Prozent, wie aus der aktuellen Statistik der Gesellschaft hervorgeht.

Die permanent fließenden Mieteinnahmen von größtenteils seit vielen Jahren treuen Mietern sind mit ein Grund, warum die Wobau finanziell so gut dasteht. So gut, dass die Nord-LB, die Landesbank von Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, die Gardelegener Wobau auf einer Skala zwischen 1 und 15 mit einer glatten 1 bewertet hat – besser geht es nicht.

Für Fuchs ist die Gardelegener Wobau auch „ein bedeutender Wirtschaftsfaktor“. Denn jährlich wird ein siebenstelliger Betrag für Sanierungen ausgegeben. Derzeit laufen zwei Großprojekte: Das Bornemann -Geburtshaus an der Sandstraße 13 und die bereits erwähnte Hopfenstraße 2. Hinzu kommt bald die Bahnhofstraße 31, nur wenige Meter von der Hopfenstraße 2 entfernt.

Günter Hoop plant für Sonnabend, 12. Februar, einen „Tag der offenen Tür“ im Gebäude an der Normaluhr-Kreuzung. Dort, an der Hopfenstraße 2, können sich an diesem Tag in der Zeit zwischen 13 und 16 Uhr Interessierte das neue Innenleben des seit vielen Jahren leer stehenden, aber bald wieder komplett vermieteten Gebäudes anschauen.

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