Mehr als zwei Jahre nach Tod eines Erstklässlers wird Schulbus-Haltestelle in Neukloster versetzt

Baubeginn für Buswendeschleife

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Die Arbeiten für den Bau einer Buswendeschleife an der Zufahrtsstraße zum Wohngebiet Kellerberge haben begonnen. Sie sollen noch vor dem Jahreswechsel abgeschlossen werden. 

Gardelegen / Kloster Neuendorf. Die Bauarbeiten für eine Buswendeschleife an der Zufahrt zum Wohngebiet Kellerberge in Neukloster, an der B 188 zwischen Gardelegen und Kloster Neuendorf gelegen, haben begonnen.

Seit Montag schafft ein Bagger Baufreiheit auf der Fläche der künftigen Buswendeschleife. Dort sollen die Schulbusse für die Kinder des Kellerberge-Wohngebiets künftig halten. Damit wird der Halt von der Bundesstraße etwa 100 Meter Richtung Wohngebiet – und vor allem weg von der vielbefahrenen Durchgangsstraße – verlegt.

Der Anlass dieser Veränderung ist tragisch: Vor mehr als zwei Jahren, im September 2014, wurde ein Erstklässler, der erst wenige Tage zuvor in Gardelegen eingeschult worden war, frühmorgens auf der B 188 von einem Fahrzeug erfasst und getötet. Danach wachten einige Behörden auf. Denn die Bushaltestelle liegt direkt an bzw. auf der Fahrbahn der B 188. Diese Gefahrenquelle sollte auf Wunsch des Gardelegener Stadtrates, aber auch des Ortschaftsrates von Kloster Neuendorf und auf Forderung vieler Eltern aus den Kellerbergen entschärft werden. Zumal die Kinder teilweise die Bundesstraße überqueren müssen, wollen sie den Schulbus erreichen.

Nach langen und zähen Verhandlungen einigten sich Stadt, Kreis, Landesbaubetrieb sowie die PVGS als kommunales Busunternehmen auf eine Buswendeschleife auf halbem Weg zwischen der B 188 und der Einfahrt zum Wohngebiet Kellerberge. Diese Zufahrtsstraße befindet sich auf Grund und Boden der Wohngebiets-Besitzer. Nachdem es dort zuletzt zum wiederholten Male einen Wechsel gegeben hatte, stockten die Verhandlungen zwischenzeitlich. Seit Sommer steht aber fest, dass gebaut werden kann. Die Buswendeschleifen-Fläche selbst ist städtisch. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Von Stefan Schmidt

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