„Akuter Handlungsbedarf“: Trüstedtsches Haus wird abgerissen / Denkmalpflegeverein protestiert

Baldiger Abriss: „Ach wie traurig“

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Das Trüstedtsche Haus an der Rudolf-Breitscheid-Straße in Gardelegen soll noch diesem Jahr abgerissen werden. Dagegen protestiert allerdings der Verein für Kultur und Denkmalpflege.

Gardelegen. „Ach wie traurig. “ Mit diesen Worten beginnt die lateinische Inschrift am Giebel des so genannten Trüstedtschen Hauses an der Rudolf-Breitscheid-Straße 11 in Gardelegen.

In Sichtweite des Rathauses rottet das historische Gebäude aus dem 17. Jahrhundert seit vielen Jahren vor sich hin – Leerstand und Absperrband inbegriffen. Noch in diesem Jahr soll das geschichtsträchtige Haus abgerissen werden. Das hat die Untere Bauaufsichtsbehörde des Altmarkkreises Salzwedel entschieden.

Hintergrund: Der Besitzer des Trüstedtschen Hauses ist „unbekannt verzogen“ und kann nicht ermittelt werden. Zuvor hatte er versucht, das von ihm erworbene Haus an die Stadt Gardelegen zu veräußern. Die war auch kaufinteressiert und hätte über die stadteigene Tochter Wobau saniert – aber nicht das gesamte Areal, das sich noch weit nach hinten erstreckt, sondern nur die Fassade. Doch da spielte der Denkmalschutz nicht mit, der sich kompromisslos zeigte. Deren Forderung: Entweder alles sanieren oder gar nichts. Mit der Folge, dass das Trüstedtsche Haus nun abgerissen wird. „Die Maßnahmen sollen noch 2014 umgesetzt werden“ erklärt dazu Kreis-Pressesprecherin Birgit Eurich. Der Eigentümer sei zuletzt „mehrfach aufgefordert“ worden, an dem Haus „Sicherungsmaßnahmen vorzunehmen.“ [...]

Von Stefan Schmidt

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