Bundeswehr könnte doch wieder Potzehner Einrichtung nutzen / Kontaktaufnahme am Wochenende

Bald wieder Soldaten im Freibad?

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Das Freibad in Potzehne könnte bald wieder von Soldaten der Bundeswehr für Trainingszwecke genutzt werden. „Das wäre eine sichere Einnahmequelle für die Stadt“, sagt Potzehnes ehemaliger Bürgermeister Peter Kapahnke.

Potzehne / Letzlingen. Das Freibad in Potzehne könnte möglicherweise bald eine zusätzliche Einnahmequelle bekommen.

Denn im Rahmen des „Bunten Sommermarktes“ am Wochenende auf dem Letzlinger Marktplatz (siehe Bericht unten) gab es erste Gespräche zwischen Peter Kapahnke und Oberst Gunter Schneider. Hintergrund: Die Soldaten aus dem Gefechtsübungszentrum (GÜZ) bei Letzlingen absolvieren ihre regelmäßigen Trainingsstunden seit mehreren Jahren im Rolli-Bad von Haldensleben, der Kreisstadt im benachbarten Bördekreis. Zuvor zogen die Bundeswehrsoldaten ihre Bahnen im nur rund 14 Kilometer entfernten Freibad von Potzehne. Bis die Standortverwaltung in Burg den damals unterzeichneten Vertrag nicht verlängerte und seitdem die Soldaten ins rund 20 Kilometer vom GÜZ entfernte Haldensleben gefahren werden.

Zwar sind weder Schneider noch Kapahnke die Entscheidungsträger in Sachen Freibad. Aber „es wäre gut, einen Fürsprecher im GÜZ für unser Anliegen zu haben“, so Peter Kapahnke, der bis vor wenigen Monaten Ortsbürgermeister von Potzehne war, im Vorstand des Freibad-Fördervereins mitarbeitet und vom Potzehner Ortschaftsrat – dort ist er ebenfalls Mitglied – zum Bad-Beauftragten ernannt wurde. Damit er seine jahrelangen Kontakte unter anderem zur Stadt Gardelegen nutzt.

Schneider ist zwar Leiter des GÜZ, die Entscheidung, wo seine Soldaten ihre Schwimmübungen machen, fällt aber bei der Standortverwaltung in Burg. Der Oberst hegt durchaus Sympathie für den Vorstoß von Kapahnke, die Soldaten wieder in Potzehne ins kühle Nass eintauchen zu lassen. „Ich bin immer dafür, Einrichtungen vor Ort zu unterstützen“, so der Oberst mit Blick darauf, dass sowohl das GÜZ als auch das Potzehner Freibad im Gardelegener Stadtgebiet liegen.

Und: „Für unsere Bedürfnisse würde das Freibad in Potzehne ausreichen“, erklärt der Oberst. An der Ausbildung müsste man keine Abstriche machen. In Potzehne gibt es unter anderem ein 50-Meter-Becken – das einzige in den drei derzeit geöffneten Freibädern im Gardelegener Stadtgebiet. „Ich könnte mich damit anfreunden, im Winter weiterhin in Haldensleben zu bleiben, während des Sommers aber in Potzehne schwimmen zu lassen“, signalisiert der GÜZ-Leiter Gesprächsbereitschaft.

Als die Bundeswehr noch im Potzehner Bad ihre Bahnen schwamm, wurden während der Vormittags mehrmals in der Woche bis zu zwei Bahnen für die Soldaten freigehalten. Der übrige Teil des Beckens blieb den zivilen Besuchern vorbehalten.

Von Stefan Schmidt

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