Stadt plant Aufwertung des Kleinods am nördlichen Rand der Altstadt

Bald Fitnessgeräte im Gardelegener Bürgerpark?

Gardelegen. „Wir wollen den Bürgerpark attraktiver gestalten. “ Das sagt Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig zu Ideen, die Naherholungsfläche am nördlichen Rand der Gardelegener Altstadt aufzuwerten.

Dort ist vor wenigen Jahren aus einer kontaminierten industriellen Brachfläche ein Kleinod mit Fußballtoren, Klettergeräten und einem Aussichtshügel entstanden. Vor allem im Sommer gehen Hundebesitzer dort Gassi, andere packen abends den mitgebrachten Grill aus oder treffen sich oben auf dem Aussichtshügel, um Gitarre zu spielen auch mal ein Bierchen zu trinken.

Neben dem Plan, im Bürgerpark einen Stromanschluss zu verlegen (wir berichteten), um dort auch kulturelle Veranstaltungen durchführen zu können, ist im Haushaltsentwurf für die Jahre 2017/2018 außerdem der Posten „Outdoor Spiel- und Fitnessplatz“ eingestellt. Dahinter verbergen sich mehrere Geräte, die von Erwachsenen – auch jenen des älteren Semesters – genutzt werden können. Ausdrücklich, so betont Mandy Zepig, handele es sich nicht um einen „Senioren-Spielplatz“. Ein solcher Begriff geisterte vor mehreren Jahren durch die Stadt, als Zepigs Vorgänger Konrad Fuchs eine solche Investition auf dem historischen Wall bauen lassen wollte. Das Thema zerschlug sich, manch einer spottete auch über diese vermeintliche Schnapsidee. Dabei gibt es solche Geräte bereits längst in anderen Städten. Und auch Mandy Zepig betont: „Eine solche Anlage hat mit dem Begriff Spielen gar nichts zu tun.“ Dort könne man beispielsweise Geräte aufstellen, die „gut für problematische Körperbereiche von älteren Menschen sind“, also unter anderem für Gelenke und Rücken. Und auch Gardelegens Bauamtsleiter Engelhard Behrends warb im jüngsten Bauausschuss für dieses Projekt: Man habe zuletzt mit einigen Nutzern des Bürgerparks gesprochen, „die Reaktion war durchweg sehr positiv.“

Entstehen könnte dieser „Outdoor Spiel- und Fitnessplatz“ am südöstlichen Rand des Bürgerparks, gegenüber des Gulliver-Spielplatzes. Im städtischen Haushalt sind dafür 44 000 Euro vorgesehen. Ein Fördergeldantrag ist bereits über das Leader-Projekt gestellt worden.

Von Stefan Schmidt

Rubriklistenbild: © dpa

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