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Bäume auf 40 Grabstellen des Gardelegener Friedhofs gestürzt

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Von: Ina Tschakyrow

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Abgedecktes Terrassendach in Mieste
Das Dach der Terrasse des Miester Sportlerheims wurde vom Sturm abgedeckt. © Hansestadt Gardelegen

Für die kommunalen Gebäude und Grundstücke hat die Stadt Gardelegen eine Liste mit den Schäden der Stürme der vergangenen Tage erstellt.

Gardelegen – Etliche Bäume stürzten um, Dachziegel flogen von den Häusern, Stromleitungen wurden beschädigt – Viele Schäden, die durch die Stürme Ylenia und Zeynep in den vergangenen Tagen in der Gardelegener Einheitsgemeinde entstanden, konnten noch nicht beseitigt werden. Am Montag waren Mitarbeiter der Stadt Gardelegen in der Einheitsgemeinde unterwegs, um die Sturmschäden der vergangenen Tage zu begutachten. Am Dienstag wurde von der Stadtverwaltung eine Gesamtübersicht für die Schäden der kommunalen Objekte und Grundstücke verfasst.

19 Ortsteile von Sturmschäden betroffen

Betroffen sind kommunale Gebäude und Grundstücke in 18 Ortsteilen. In Ackendorf, Breitenfeld und Dannefeld müssen umgefallene Bäume entfernt werden. In Dannefeld wurde zudem das Dach der Kegelbahn stark beschädigt. Eine provisorische Sicherung erfolgte bereits. Schäden gibt es in Gardelegen an den Dächern des Rathauses, des Salzwedeler Tores und der Bibliothek. In Gardelegen sind zudem drei Verkehrszeichen, ein Bauschild und ein Spielplatzschild zerstört und eine Laterne steht schief. Es kommen Bäume, die beispielsweise auf dem Wall umgestürzt sind, hinzu. An der Goethe-Grundschule sind zwei Geräteschuppen defekt. Auf dem Friedhof der Stadt gibt es wegen umgestürzter Bäume erhebliche Schäden an etwa 40 Grabstellen.

Auf dem Hottendorfer Friedhof sind Bäume auf Grabstellen gefallen und der Zaun ist kaputt. In Jävenitz wurde an der Kita ein Außenrollo beschädigt. In der Kleingartenanlage sind mehrere Kiefern auf den Zaun gestürzt. Auf dem Jeggauer Spielplatz gibt es Schäden. Beim Feuerwehrgerätehaus in Jeseritz müssen zehn Dachsteine neu ausgerichtet werden. In Köckte sind Bäume vor dem Dorfgemeinschaftshaus, auf dem Spielplatz, vor der Kirche und in der Dorfmitte umgestürzt. Auch das Dach des Dorfgemeinschaftshauses ist beschädigt. Die Eingangstür des Letzlinger Feuerwehrgerätehauses wurde herausgerissen, das Dach der Kita ist undicht, das Holzspielhaus des Hortes ist defekt und vom Dach des Hortes stürzten Ziegel. Die Terrassenüberdachung ist unter anderem am Sportlerheim Mieste nicht mehr vorhanden. Die alte Sporthalle der Sekundarschule hat Schäden am Dach. In Peckfitz ist eine Kiefer auf den Friedhofszaun gefallen und das Dach des Dorfgemeinschaftshauses ist kaputt. Auf dem Potzehner Friedhof sind zwei Koniferen vor der Trauerhalle umgeknickt. Auf dem Roxförder Friedhof ist eine Kiefer umgestürzt. An der Sachauer Trauerhalle ist ein Dachstein defekt. In Schenkenhorst wackelt die Sirene auf dem Feuerwehrgerätehaus. Äste müssen auf dem Siemser Friedhof beräumt werden. Auf dem Heldenfriedhof in Wiepke ist eine Kiefer umgefallen. In Zichtau sind Bäume umgestürzt.

Für einige der Schäden wurden Aufträge zur Reparatur erteilt. Wie die Stadt mitteilt, werden die Schäden nach und nach abgearbeitet.

Gardelegener und Hottendorfer Friedhof gesperrt

Wegen der Sturmschäden können auf dem Gardelegener Friedhof in dieser Woche keine Beisetzungen stattfinden, teilt Bürgeramtsleiterin Isolde Niebuhr mit. Die betroffenen Familien wurden informiert. Um sicherzugehen, dass Besucher den Friedhof nicht betreten, werden die Eingänge bis auf Weiteres gesperrt. Eine Öffnung ist frühestens nächste Woche möglich. Eine Firma ist bereits dabei, Wege freizuräumen und Bäume zu entnehmen, von denen Gefahr ausgeht. „Die Sichtung vor Ort hat ergeben, dass es im Moment zu gefährlich ist, Beisetzungen stattfinden zu lassen, weil der Sturm auf dem Gardelegener Friedhof großen Schaden hinterlassen hat“, so die Bürgeramtsleiterin. Auch der Friedhof in Hottendorf ist gesperrt. Alle anderen städtischen Friedhöfe sind nach Kontrollen wieder freigegeben. Umgestürzte Bäume werden in den kommenden Wochen beräumt.

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