Bäckerei ist abgebrannt

Brot ist überlebenswichtig.

lam Letzlingen. Das war eine Hiobsbotschaft, die Edith und Herbert Bartel aus Letzlingen erschütterte. Am 5. Januar ist die Bäckerei, die mit Hilfe der Rumänienhilfe „Zvoristea“ für die Partnerdörfer aufgebaut wurde, abgebrannt.

Ein Fax von ihrer Freundin, der Dolmetscherin Ingeborg Kojukaro, informierte das Ehepaar über das „große Unglück“, das die Bäckerei fast gänzlich vernichtete. Übrig blieb nur der Laden, der im vergangenen Jahr angebaut wurde. Nur das Dach fehle. Aber „Gott sei Dank ist mit Georgh, Angelica und ihrer Familie alles in Ordnung“.

Das freute und erleichterte das Letzlinger Ehepaar Bartel, denn die Familie, die ebenfalls gute Freunde sind, wohnt gleich neben der Bäckerei. Wie Ingeborg Kojukaro weiter schreibt, haben viele Leute mitgeholfen, den Brand zu löschen. Außerdem haben Georgh und seine Kinder beschlossen, die Bäckerei auf den noch bestehenden Fundamenten neu aufzubauen.

Auch die Rumänienhilfe will natürlich Familie Ursacuc bei ihrem Vorhaben unterstützen und hofft auf Hilfe aus der Bevölkerung. Wie Edith Bartel erzählt, seien wohl die beiden Öfen, wie sie durch unzählige Telefonate bisher herausgefunden habe, zu 80 Prozent noch gebrauchsfähig. Da sie aus Metall bestehen und zudem in Schlackenwolle eingepackt waren, haben sie das Feuer wohl relativ unbeschadet überstanden. Und mit ihnen soll die Produktion nun erst einmal in dem kleinen Laden, der stehen geblieben ist, wieder aufgenommen werden.

Doch die Öfen, die repariert werden können, sind nur das eine. Was unbedingt benötigt wird, um Brot zu backen, sind Handwerkzeuge für die Bäcker. Eine Liste der dringendst benötigten Sachen wurde zusammengetragen:

– eine Teigteilmaschine;

– eine Teigknetmaschine

für 140 Liter;

– einen Waage-Hubwagen

von Inox, wenn möglich

aus Edelstahl;

– eine Maschine für

Blätterteig;

– eine Maschine zur

Weißbrotherstellung;

– eine Maschine zum

Kneten von Rundbrot;

– Brotschieber;

– Gestelle mit Rädern,

auf dem die Brotlaibe

zum Aufgehen gelagert

werden können.

Wichtig dabei ist, dass die Geräte EU-normgerecht sind, damit damit gearbeitet werden darf. Auch Geldspenden sind gern gesehen. Wer zum Wiederaufbau der Bäckerei einen Obulus beitragen möchte, kann ihn auf das Konto „Rumänienhilfe Zvoristea“ bei der Bank für Kirche und Diakonie Duisburg, Kontonummer: 15 70 04 90 26, Bankleitzahl: 350 601 90, unter dem Stichwort „Bäckerei“ einzahlen.

Weitere Auskünfte gibt es beim Ehepaar Bartel in Letzlingen, Telefonnummer (03 90 88) 4 15, die sich am Freitag mit anderen Mitgliedern der Rumänienhilfe in Gommern treffen werden, um weitere Absprachen zu tätigen.

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