Fahrbahnsanierung und -verbreiterung sowie Krötentunnel für 1,6 Millionen Euro

B 188: Sechs unterirdische Durchlässe für Amphibien

Um einen Meter auf neu 7,50 Meter wird derzeit die B 188 zwischen Solpke und Gardelegen auf 2262 Meter verbreitert. Zudem werden die Fahrbahn erneuert und sechs Krötentunnel eingebaut.

Solpke. Zunächst wurde die B 188 in der Ortschaft Solpke saniert. Diese Bauarbeiten sind abgeschlossen. Doch eine Umleitung gibt es für Autofahrer, die aus Richtung Mieste kommen, seit einigen Wochen wieder. Am 28.

September begann nämlich eine neue Sanierungsmaßnahme im Auftrag des Landesbetriebs Bau, Niederlassung Nord, die sich vom Ortsausgang Solpke exakt 2 262 Meter in Richtung Gardelegen hinzieht.

Wie Landesbetriebsleiter Peter Ebneter auf Nachfrage der AZ informiert, hatte die Bundesstraße in diesem Abschnitt bisher eine Fahrbahnbreite von 6,50 Meter. Die Fahrbahn wies zudem starke Randabbrüche und oberflächige Netzrisse bis hin zu substanziellen Asphaltausbrüchen auf, so dass eine Sanierung der Asphaltfahrbahn notwendig wurde. In diesem Zuge wird die Fahrbahn auch gleich um einen Meter auf 7,50 Meter verbreitert.

Weiterhin befindet sich der Straßenabschnitt in einem Artenschutzterritorium, in dem Wanderbeziehungen von Amphibien schon über Jahre zu verzeichnen sind. Diese wurden bisher durch das Setzen von Leitnetzen und ehrenamtliches Einsammeln geschützt. Das wird mit den gegenwärtigen Bauarbeiten geändert. Zum Amphibienschutz werden sechs Durchlässe, im Volksmund auch Krötentunnel genannt, aus 0,60 x 1 Meter großen Betonfertigteilen in den Abschnitt eingebaut, die auch eine Unterquerung des vorhandenen Radweges ermöglichen. Der Radweg wird durch die Anlage der Durchlässe zweimal umverlegt. Die Amphibiendurchlässe werden über Leitwände, die ein unkontrolliertes Queren der Fahrbahn verhindern, jeweils seitlich mit den Verkehrsflächen verbunden. Durch die Anlage von Leitwänden und diesen Durchlässen erreicht man eine ökologische Wiedervernetzung der Wanderraumes und unterstützt umweltrechtliche Auflagen für die Fahrbahnverbreiterung und die Gehölzentnahme, so die Auskunft aus dem Landesbetrieb Bau.

Den Auftrag für die Sanierungsarbeiten erhielt eine Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus regionalen Firmen. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 1,6 Millionen Euro, die hauptsächlich vom Bund, aber auch durch das Land Sachsen-Anhalt getragen werden. Bis zum Jahresende soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein. Das hängt aber von den Witterungsbedingungen ab. Ein früh hereinbrechender Winter kann den Abschluss verzögern.

Von Elke Weisbach

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