Weitere Filme geplant

Aufbau der Autokino-Bühne in Gardelegen läuft

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Bühnenaufbau: Guido Lenzner (von links), sein Vater Siegesmund sowie Kevin Beckerwerth freuen sich bereits auf die beiden Kino-Vorführungen am morgigen Freitag und am Sonnabend. Zu sehen gibt es „100 Dinge“.

Gardelegen – Seit gestern wird gearbeitet. Auf dem Parkplatz von Bura-Möbel am Buschhorstweg in Gardelegen – gleich neben Kaufland –gibt es am morgigen Freitag und am Sonnabend Autokino.

Ein Relikt aus einer scheinbar vergangenen Epoche, das in Zeiten der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Schließungen heutiger Kinosäle einen Boom erlebt. Deutschlandweit gibt es mittlerweile wieder eiligst aufgebaute Autokinos, auch „Comedy-Drive-In“, bei dem Comedy-Stars auf einer echten Bühne stehen und den Zuhörern in ihren Autos ein Programm darbieten. Lichthupe und Autohupe ersetzen das sonst übliche Händeklatschen.

In Gardelegen ist gestern die Bühne aufgebaut worden. Sie misst 9 mal 4,20 Meter und ist nach Angaben von Autokino-Betreiber Guido Lenzner noch eine klassische Leinwand – wie früher eben im Autokino. Sein Vater Siegesmund Lenzner betrieb einst das Autokino Vielbaum bei Osterburg. Zuletzt war Familie Lenzner oft mit Kinos unter freiem Himmel an der Ostsee unterwegs. Und ab morgen also auch in Gardelegen.

Es gibt noch Karten

Zu sehen gibt es an beiden Tagen die deutsche Komödie „100 Dinge.“ Der – virtuelle –Vorhang öffnet sich wohl jeweils kurz nach 21 Uhr. Einlass ist ab 19 Uhr. Karten gibt es nur im Vorverkauf in den Räumen der Gardelegener Tourist-Information entweder direkt am Rathausplatz zu den Öffnungszeiten – auch am Sonnabend – , unter der Telefonnummer (0 39 07) 4 22 66 oder per E-Mail unter touristinfo@gardelegen.de.

Die auf diese Weise erworbenen Tickets müssen bei der Einfahrt auf das Bura-Gelände vorgezeigt werden. Im Eingangsbereich gibt es außerdem einen Drive-In für Popcorn und Getränke. Die Fahrzeuge – maximal fünf Insassen sind erlaubt – dürfen auf dem Gelände außer für den Toilettengang und dann nur mit Mund- und Nasenschutz nicht verlassen werden. Welcher Wagen wo steht, das entscheiden Einweiser. Größere Fahrzeuge müssen nach hinten oder an die Seite, um Hinterleuten die Sicht auf die Kinoleinwand nicht zu versperren. Fenster und Schiebedächer müssen während des Aufenthalts auf dem Gelände verschlossen bleiben. Der Ton gelangt über das Autoradio ins Innere des Wagens, die Frequenz wird bei der Einfahrt bekannt gegeben. „Auf diese Weise“, nennt Guido Lenzner einen der Vorteile, „kann sich jeder die Lautstärke individuell einstellen“.

Und wie geht es nach dem Ende des Films wieder vom Gelände herunter? Im Prinzip wie beim Verlassen einer Autofähre: Spurweise nach rechts ab und mit Einweisern.

Die Bühne bleibt übrigens stehen. Denn Guido Lenzner und sein Team planen, während des Sommers an jedem Wochenende Filme im Gardelegener Autokino zu zeigen. Der Vorverkauf für das Premieren-Wochenende laufe „richtig gut“, freut er sich. Aus seiner Sicht verständlich. Denn „die Menschen wollen einfach wieder raus und etwas erleben.“

VON STEFAN SCHMIDT

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