Privater Investor plant Seniorenpflegeheim an Bismarker Straße in Gardelegen

Ruhestand auf Remonte-Gelände

Straße mit FReifläche
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An der Remonte soll ein Seniorenpflegeheim entstehen.
  • Stefan Schmidt
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An der Bismarker Straße in Gardelegen könnte ein neues Seniorenpflegeheim gebaut werden.

Gardelegen – Andreas Höppner machte sich ein wenig Sorgen. Ob es nicht „marketingtechnisch etwas schlecht“ sei, wenn der private Investor des geplanten Seniorenpflegeheims an der Bismarker Straße darauf verweise, dass das Gebäude direkt gegenüber des Friedhofs gebaut werden solle, merkte das Linken-Fraktionsmitglied an. „Da schaut man immerhin auf viel Grün“, entgegnete Luisa Rohr, Projektmanagerin der Convivo-Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Bremen. Convivo, das nach eigenen Angaben an 120 Standorten vor allem in Norddeutschland mehr als 5300 Pflegebedürftige betreut, plant den Bau eines Seniorenpflegeheims auf dem Gelände „Remonte II“ an der Bismarker Straße, nördlich der Zufahrt zur Willi-Friedrichs-Sporthalle. Dort, wo vor vielen Jahrzehnten die Remonte-Pferdereitschule stand. Das Vorhaben wurde am Montagabend im städtischen Bauausschuss, der im Letzlinger Kulturhaus tagte, erstmals öffentlich vorgestellt.

Mehrgeschossiger Bau

Laut Luisa Rohr sollen in dem mehrgeschossigen Bau 110 Betten in Vollzeitpflege entstehen. Dazu sollen in einem zweiten Gebäude 26 Wohnungen – auch Doppelzimmer – entstehen. Beispielsweise für Ehepaare, bei denen nur eine Person eine Pflegestufe hat. Jedes Zimmer soll einen Außenbereich erhalten: Im Erdgeschoss per Terrasse, darüber mittels eines Balkons. Dazu käme ein „Spa-Bereich“, unter anderem mit hauseigenem Friseur und einem Kosmetikstudio.

Laut Luisa Rohr plane man mit 70 Arbeitskräften. Auf die Frage des Linken-Stadtrates Sieghard Dutz während der Projektvorstellung, wie man denn angesichts des Pflegekräftemangels an Mitarbeiter kommen wolle, gab die Projektmanagerin zu, dass die Akquirierung wohl nicht ganz einfach werden würde. Convivo plant einen Pachtvertrag auf der städtischen Fläche über einen Zeitraum von 25 Jahren.

Wie hoch die Kosten für einen Platz in diesem Heim sein würden, darüber machte Luisa Rohr keine konkreten Angaben. Dafür sei es noch zu früh. Die Kosten lägen aber im vergleichbaren Rahmen anderer Einrichtungen im Gardelegener Stadtgebiet, versicherte sie.

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