Neue Unterkunft in Gardelegen muss umfangreich saniert werden

Asylbewerber: Mehr Geld für Wohnblock nötig

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Der Wohnblock an der Gardelegener Bahnhofstraße soll in den nächsten Monaten auf Vordermann gebracht werden. Dafür sind rund 120 000 Euro mehr nötig, als ursprünglich geplant. Ein Grund ist die alte Elektroanlage.

Gardelegen / Salzwedel. 395 000 Euro sollte der Kauf und die Sanierung eines bislang leerstehenden Wohnblocks an der Gardelegener Bahnhofstraße kosten. Darin sollen Asylbewerber untergebracht werden.

Doch der desolate Zustand des Objektes macht dem Kreis einen Strich durch die Rechnung. Der Finanzausschuss hatte am Dienstagabend eine außerplanmäßige Ausgabe auf dem Tisch. Damit die so genannte Großwohneinheit bezugsfertig wird, müssen weitere 120 000 Euro aufgebracht werden. Dies gelingt dem Altmarkkreis, da für den Um- und Ausbau der Unterkünfte Salzwedel sowie Gardelegen in den vergangenen Jahren nicht so viel Geld benötigt wurde, wie zunächst geplant. Außerdem kann von der Finanzrücklage gezehrt werden.

Der Ausschuss machte den Weg für die zusätzlichen 120 000 Euro frei, das letzte Wort hat der Kreistag. Danach kann die umfangreiche Sanierung in die Tat umgesetzt werden.

Während der Grunderwerb reibungslos funktionierte, stellten die Fachleute nach der Übernahme fest, dass die Elektronanlage den DIN-Ansprüchen nicht gerecht wird. Dies ist ein Hauptgrund für die höheren Kosten. Denn in diesem Bereich waren zunächst nur Reparaturen für 50 000 Euro geplant. Stattdessen müssen etwa 110 000 Euro in das Objekt gesteckt werden.

Nachholbedarf gibt es auch bei den sanitären Anlagen. Dort sind umfangreiche Sanierungen geplant. Ziel ist es, aus den verwohnten Räumen wieder gemütliche Zimmer zu machen. Der Kreis muss reagieren, da immer mehr Asylsbewerber aus Krisengebieten kommen. So werden künftig pro Monat 52 Menschen erwartet. Bisher waren es 39. Zudem wird in altmärkischen Orten nach Mietwohnungen gesucht.

Von Christian Ziems

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