Suche nach Wohnungen läuft auf Hochtouren / Supermärkte sind wichtig

Asylbewerber: Makler helfen dem Kreis

+
Landrat Michael Ziche beim Verteilen von Geschenken an Hilfesuchende. Allein bis Mai wurden in Sachsen-Anhalt 4700 Menschen aufgenommen. 58 Kinder, Frauen und Männer kommen pro Monat in den Altmarkkreis.

Altmarkkreis. Die Wohnungssuche gehört schon zum Arbeitsalltag in der Kreisverwaltung. Seit Monaten wird immer wieder nach neuen Gebäuden gesucht, die für Flüchtlinge und Asylbewerber in Frage kommen.

Für die Unterbringung ist der Kreis zuständig und nimmt seine Verantwortung wahr. 58 Hilfesuchende sind es im Monat.

Die anhaltenden Krisen- und Kriegssituationen in der Welt lassen die Welle nicht abebben. Ein Teil der Kinder, Frauen und Männer kehrt wieder zurück oder sucht sich nach erfolgreichem Asylverfahren einen anderen Wohnort in Deutschland. Beliebt sind vor allem große Städte wie Hamburg und Berlin.

Doch auch die Altmark kann punkten. „Es gibt zum Beispiel eine Familie, die möchte unbedingt in Gardelegen bleiben, weil es ihr dort so gut gefällt“, weiß Kreis-Dezernent Hans Thiele. Er hat immer wieder mit dem Thema Wohnungssuche zu tun: „Ab dem 1. August können wir auch das Wohnheim des VfB nutzen.“ Doch dies wird wohl nur bis September reichen.

Darum halten die Verantwortlichen die Augen offen. Immer wieder gibt es Tipps von Maklern, wenn Wohnungen frei werden. Einige Hausbesitzer melden sich zudem.

Allerdings wird nicht immer was aus den Angeboten. So erzählte Hans Thiele im Gespräch mit der AZ von einen Abrisshaus, dass der Kreis mit eigenen Mitteln sanieren und dann mieten sollte. Daraus wurde nichts. Zu den Voraussetzungen gehört auch, dass die Hilfesuchenden möglichst viel in der Nähe finden, um ihren Alltag zu gestalten. Dazu gehören zum Beispiel Supermärkte. Darum wurden Dörfer, in denen es noch einigen Leerstand gibt, bisher kaum berücksichtigt. Eine Ausnahme ist Mieste.

Die übrigen Domizile befinden sich vor allem in Salzwedel, Gardelegen und Kalbe. Auch deshalb, weil dort die Betreuung zentral und mit nicht so langen Wegen erfolgen kann. Der Kreis schaut zudem verstärkt, wo kommunale Wohnungen zu haben sind. Dabei gibt es Orte, die kaum etwas zu bieten haben. Dazu gehört Arendsee. In der Kommune wurden die vorhandenen Bestände in den vergangen Jahrzehnten immer weiter veräußert – vor allem um Haushaltslöcher zu stopfen.

Von Christian Ziems

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare