Stadt wagt sich nicht an Abriss der ehemaligen Badeanstalt heran / Untersuchungen werden nötig

Asbestverdacht: Miestes Bad bleibt

+
Das seit 2011 nicht mehr genutzte Freibad in Mieste wird nun wohl doch nicht plattgemacht. Denn möglicherweise befindet sich unter der Oberfläche Asbest.

Mieste. „Wir haben unsere Abrisspläne gestoppt. “ Das erklärte Gardelegens Kämmerer Maik Machalz während der jüngsten Sitzung des städtischen Bauausschusses.

Soll heißen: Das sei dem Jahr 2011 nicht mehr genutzte Freibad in Mieste bleibt zwar weiterhin geschlossen und wird auch nicht wieder geöffnet. Aber die von der Stadt geplante Einebnung des Areals findet erstmal nicht statt – und findet möglicherweise überhaupt nicht statt. Das begründete Machalz mit „Hinweisen aus der Bevölkerung“, dass sich auf dem Freibadgelände möglicherweise Asbest befindet.

Was so ungewöhnlich nicht wäre. Denn in Mieste gab es zu DDR-Zeiten ein Asbestwerk. Und im vergangenen Jahr hat die Stadt schlechte Erfahrungen mit dem Abriss von Gebäuden gemacht: Der ebenfalls viele Jahre lang leerstehende Kartoffelschäl- und Abpackbetrieb (Kasa) in Mieste-Nord wurde nicht nur abgerissen. Zwischendurch fielen mehrere hunderttausend Euro an Mehrkosten an, weil während dieser Abrissarbeiten Asbest entdeckt wurde. Und Asbestentsorgung ist teuer.

Genau aus diesem Grund wird es nun erstmal „Probebohrungen“ geben, wie Machalz erläuterte. In der Hoffnung herauszufinden, ob unter der Oberfläche seinerzeit Asbest verarbeitet worden ist.

Der Miester Ortschaftsrat hatte dem Abriss des Freibades mehrheitlich zugestimmt. Allerdings: Der Freibad-Förderverein war dagegen und löste sich kurz danach auf.

Unklar ist noch die Sicherungspflicht der Stadt. Dazu Machalz abschließend: „Ich möchte es eigentlich vermeiden, einen langen Zaun um das Becken zu ziehen.“

Von Stefan Schmidt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare