Ortschaftsrat hofft auf Fördergeld-Bewilligung für Renaturierung

Arsen und Quecksilber in Miestes Dorfteich

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Der Dorfteich in Mieste ist in keinem sonderlich guten Zustand. Das kann man auch als Nicht-Fachmann erkennen.

Mieste – Der Anteil sei nicht besorgniserregend hoch, beteuert Andy Neubauer, Miestes Ortsbürgermeister. Aber er liege oberhalb des Grenzwertes.

Während der jüngsten Zusammenkunft des Ortschaftsrates ging es auch um den Zustand des Dorfteiches in Mieste in der Ortsmitte, schräg gegenüber vom ehemaligen Kinosaal gelegen.

Dieser Teich beinhaltet Sondermüll. Denn genau das seien Substanzen wie Arsen und Quecksilber, erläuterte der Ortsbürgermeister. Diese chemischen Substanzen seien im Wasser des Dorfteiches vorhanden. Dies sei grundsätzlich nicht ungewöhnlich, erklärte Neubauer. Und komme vor allem vom Streusalz-Einsatz.

Eine Entschlammung des Teiches kostet vermutlich eine sechsstellige Summe.

Eine Entsorgung, das erfuhren die Ratsmitglieder während ihrer Sitzung im Versammlungsraum des Feuerwehr-Gerätehauses, koste wohl einen sechsstelligen Betrag. Angesichts diverser Dorfteiche im Gardelegener Stadtgebiet, deren Wasserqualiät mutmaßlich nicht besser sei, werde diesen Betrag wohl nicht die Stadt Gardelegen übernehmen, schätzt der Ortsbürgermeister. Deshalb gibt es Anträge auf Fördergeld. „Wir haben zwei Eisen im Feuer“, erklärte er. Einerseits könne es Geld über die Naturparkverwaltung in Oebisfelde geben. Ein zweiter Fördermittelantrag laufe über die Leader-Aktionsgruppe „Rund um den Drömling.“

Geplant sei, den Teich zu entschlammen und am Ufer Blühstreifen anzulegen, erläuterte Andy Neubauer weiter. „Er würde dann einmal chic gemacht“, ergänzte Steffen Rötz.

Hergerichtet werden soll außerdem das Trafohäuschen am Rande des Miester Dorfteichs. Dort hat sich ein Schleiereulen-Paar angesiedelt, so dass ein Abriss kein Thema mehr ist. Dort sollen außerdem Löcher für Fledermäuse geschaffen werden. Aus diesem Grund wird das Energieunternehmen Avacon, der das Trafohäuschen bisher gehört hat, diese Immobilie an die Naturparkverwaltung in Oebisfelde übergeben, die im Anschluss daran die für den Tier- und Naturschutz nötigen Umbaumaßnahmen einleiten kann.

VON STEFAN SCHMIDT

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