Dirk Kuke aus der Arbeitsgemeinschaft Kita stellte im Gardelegener Stadtrat die Arbeitsergebnisse vor

Kitas: Fragezeichen hinter Berge und Kloster Neuendorf

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Die Berger Kita „Wichtelstübchen“ steht, genauso wie die Kita in Kloster Neuendorf, in einigen Jahren möglicherweise auf der Kippe. Das ist das Ergebnis des Arbeitsberichts der Arbeitsgruppe Kita.

sts Gardelegen. „Wir müssen alle Punkte beleuchten. “ Dies sieht Dirk Kuke, Mitglied des Gardelegener Stadtrates und in den vergangenen Monaten auch Mitglied in der vom Stadtrat ins Leben gerufenen „Arbeitsgruppe Kita“, als Definition der fünfmal getagten Runde.

Kuke trug während der Stadtratssitzung am Montagabend den Bericht der Arbeitsgruppe vor.

Und die besagt unter anderem, dass die Zukunft der Kindereinrichtungen in Berge und Kloster Neuendorf irgendwann mit einem Fragezeichen versehen sein könnte. Dann nämlich, „wenn alle Kapazitäten da sind“. Wenn also der Neubau der Kita in Jävenitz ebenso abgeschlossen sein sollte wie der Bau des Kinderzentrums in Estedt und des in Solpke. Sollten all diese Baumaßnahmen fertig sein – was, wenn überhaupt, erst in mehreren Jahren der Fall sein wird – dann „muss man über beide Standorte sprechen“, also über die Kitas in Berge und Kloster Neuendorf.

Dieser und viele andere Punkte im Arbeitsbericht, so stellte Dirk Kuke klar, seien „Prüffragen für die Stadtverwaltung“. Und somit auch für den Stadtrat. Die Kita-Arbeitsgruppe kann nichts beschließen, sondern hat nur aufgelistet, was der Ist-Stand ist und wie es in Sachen Kinderbetreuung weitergehen könnte.

Ein Beispiel hierfür ist das in städtischem Besitz befindliche Gebäude am Holzmarkt, in dem sich seit mehreren Jahren die evangelische Grundschule befindet, für eigene Zwecke zu nutzen und den Vertrag mit dem Träger dieser freien Schule zu kündigen. „Das bedeutet nicht, dass wir die evangelische Grundschule da raushaben wollen“, betonte Kuke. Es sei aber eine von mehreren theoretischen Optionen, um zusätzlichen Platz für das kommunale Kinderangebot in der Kernstadt zu bekommen.

In den 25 städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen werden nach aktuellem Stand, so sagt es der Arbeitsbericht der Arbeitsgruppe Kita aus, 1731 Kinder betreut. Die durchschnittliche Auslastungsquote aller Einrichtungen liegt bei 98 Prozent. Weil das Durchschnittsalter der Erzieherinnen recht hoch ist, empfiehlt die Arbeitsgruppe zeitnahe Neueinstellungen in den Einrichtungen – gerne auch von „Quereinsteigern“, wie es Dirk Kuke formulierte.

Der Arbeitsgruppe Kita gehörten aus den Reihen des Gardelegener Stadtrates Gudrun Gerecke, Nico Macht, Margot Göbel, Oliver Stegert und Dirk Kuke an. Dazu als Elternvertreterin Anja Rohrdiek sowie von der Gardelegener Stadtverwaltung Manuela Dietrich-Beckers. Dirk Kuke empfahl im Stadtrat, bei Bedarf diese Kita-Arbeitsgruppe für die Zukunft wiederzubeleben.

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