Bürocontainer am Burgwall in Gardelegen ist bald überflüssig

Arbeitsagentur zieht zurück

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Im August 2007 zogen die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit in die Container am Burgwall. Diese Übergangslösung ist bald beendet. Demnächst geht es zurück ins Gebäude (hinten).

Gardelegen. Ein weiterer Behördenumzug steht in Gardelegen an – wenn auch nur um wenige Meter.

Denn die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit, die seit fast zehn Jahren in den Containern am Burgwall untergebracht sind, ziehen – sozusagen zurück – in das Hauptgebäude am Burgwall 15. 

Das bestätigte gestern der Vorsitzende der Geschäftsführung, Markus Nitsch, im Gespräch mit der Altmark-Zeitung: „Es ist geplant, ins Haus umzuziehen. “ Zuvor stehen aber noch einige Renovierungen durch den Vermieter im Gebäude an. Deshalb steht ein konkreter Umzugstermin noch nicht fest.

Möglich ist der Umzug, weil die bis dato dort eingemietete Geschäftsstelle des Jobcenters in die sanierte Außenstelle des Altmarkkreises in Gardelegen an der Philipp-Müller-Straße 18 gezogen ist. Somit steht das bisher genutzte Gebäude am Burgwall 15 – im Volksmund immer noch als Arbeitsamt bekannt – leer und zur Verfügung. Weitestgehend leer, denn die Arbeitgeberbetreuung der Arbeitsagentur war auch in den vergangenen Jahren dort untergebracht, während die anderen Bereiche – am Gardelegener Standort sind insgesamt 15 Mitarbeiter tätig – im August 2007 in die angemieteten Container verlegt wurden.

Grund war damals die Erweiterung der Aufgabenbereiche am Standort Gardelegen. Später, und zwar im Jahr 2011, gab es auch noch die Trennung von der Agentur für Arbeit, die für die beitragsfinanzierten Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch III, zum Beispiel Arbeitslosengeld, zuständig ist, und dem Jobcenter, das für die steuerfinanzierten Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II, zum Beispiel Hartz IV, verantwortlich ist.

Dennoch sollten die Bürocontainer, die nicht nur sehr hellhörig sind, sondern in denen es im Sommer zu heiß und im Winter vor allem im Fußbereich zu kalt ist, vor knapp zehn Jahren nur eine Übergangslösung sein. Es wurde damals intensiv – und auch mit Hilfe der Stadt – nach einer anderen geeigneten Immobilie in Gardelegen gesucht. Allerdings erfolglos. Aus diesem Grund ist der Umzug zurück eine logische Konsequenz – nun, nachdem die Möglichkeit dazu besteht. Damit sind die zwar zweckmäßigen, aber nicht schön anzusehenden Container überflüssig.

Trotz der bisher teilweise doch schwierigen Bedingungen hielt und hält die Agentur für Arbeit am Standort Gardelegen fest. Denn das sei laut Nitsch die Philosophie, die Bundesagentur in der Fläche zu halten, damit die Wege nicht zu weit werden. Aus diesem Grund wurden die Innovationen in den vergangenen Jahren auch immer in der Hansestadt umgesetzt. Dazu zählt beispielsweise seit drei Jahren die sehr intensive Arbeit in Gruppen, die sich bewährt habe. Denn der Austausch untereinander fördere die Motivation zur Arbeitssuche. Die Tipps der anderen können sehr hilfreich sein.

Von Elke Weisbach

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