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Gardelegen: Anzeige gegen Unbekannt – Wie oft wird Vandalismus aufgeklärt?

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Von: Ina Tschakyrow

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Beklebter Laternenpfosten
In Gardelegen werden immer wieder die Metallstangen von Schildern und Laternen beklebt. © Ina Tschakyrow

Immer wieder kommt es zu Sachbeschädigungen im Bürgerpark in Gardelegen, vergangenes Jahr gab es Vandalismus in Mieste. Dennoch nehmen diese Straftaten nicht zu, aber die Schadenssumme wird für die Stadt höher.

Gardelegen – Im Sommer wurden Gebäude in Mieste mit Graffiti beschmiert, in den Wäldern rund um die Ortsteile der Einheitsgemeinde wird häufig Müll illegal entsorgt und im Gardelegener Bürgerpark gibt es immer wieder Beschädigungen – Sachbeschädigungen nehmen nicht zu, aber die Schadenshöhe, sagt Andreas Hensel, Dezernatsleiter Innere Verwaltung, Bürger- und Rechtsangelegenheiten.

Viel Vandalismus gibt es im Bürgerpark. Vermutlich, weil Täter sich auf dem großen Areal unbeobachtet vorkommen. Vandalismus gibt es besonders oft in der Stadt und nicht in den Dörfern, schätzt Andreas Hensel weiter ein. In den Wäldern rund um die Ortschaften wird hingegen oftmals Müll illegal entsorgt, was in Gardelegen nicht oft vorkommt, sagt der Dezernatsleiter. Ein Problem in der Stadt sind auch Aufkleber. An Metallstangen, an denen Verkehrsschilder angebracht sind, und auch an Laternenpfosten werden immer wieder Aufkleber des 1. FC Magdeburg angebracht. Diese werden regelmäßig von den Außendienstmitarbeitern entfernt, so Andreas Hensel weiter.

Aufklärungsquote gering

Die Polizei wird bei Sachbeschädigungen informiert und die Stadt erstattet Anzeige, meistens gegen Unbekannt. Andreas Hensel schätzt die Aufklärungsquote gering ein. Es wird meistens gegen Unbekannt ermittelt.

Polizeikommissarin Franziska Hotopp teilt auf Nachfrage der Altmark-Zeitung mit, dass beispielsweise die polizeilichen Ermittlungen zum Brand der Solarbank im Bürgerpark, zu den Sachbeschädigungen am Bodentrampolin sowie an der Volleyballanlage, die Sachbeschädigungen an der E-Ladesäule in Mieste, an der Bushaltestelle sowie an der Bücherzelle abgeschlossen sind und an die Staatsanwaltschaft Stendal weitergeleitet wurden. Wenn es keine Hinweise und Spuren gibt, die zum Verursacher führen und die Polizei nicht weiter ermitteln kann, werden die Ermittlungen eingestellt und die Staatsanwaltschaft übernimmt. Entweder ermittelt diese weiter oder schließt die Ermittlungen ab, erklärt Franziska Hotopp.

Stadt beseitigt Schäden auf eigene Kosten

Die Stadt beseitigt die Schäden meistens kurze Zeit später, damit beispielsweise an ein Gebäude nicht weitere Graffiti gesprüht werden. Verfassungsfeindliche Symbole werden meistens sofort entfernt, wie im vergangenen Jahr, als die Otto-Reutter-Statue in der Innenstadt mit einem Hakenkreuz beschmiert wurde. Die Kosten für die Beseitigung oder Reparatur trägt die Stadt, wenn kein Verursacher gefunden wird.

Andreas Hensel informiert, dass sich die Kosten, die durch den Vandalismus im Gardelegener Bürgerpark entstanden sind, für das Volleyballfeld auf etwa 500 Euro, für das Bodentrampolin auf etwa 4000 Euro, für die Tischtennisplatte auf etwa 200 Euro, für die Schäden an Bäumen auf etwa 2000 Euro und für die Solarbank auf etwa 4500 Euro belaufen.

Kunstvolle Graffiti um Schmierereien entgegenzuwirken

Um Sachbeschädigungen wie zum Beispiel illegalen Graffiti entgegenzuwirken, werden in der Stadt und den Ortsteilen die Stromkästen von Künstlern mit Graffiti gestaltet. Beispielsweise haben der Stromkasten vor der Willi-Friedrichs-Sporthalle Sportler und der beim Gerätehaus ein Feuerwehrfahrzeug als Motiv. Es schrecke ab, dort Graffiti zu sprühen, weil es Kunst ist, so der Dezernatsleiter weiter.

Laut Polizeikommissarin Franziska Hotopp werden aufgrund der Straftaten vor allem in Gardelegen und Mieste diese Bereiche seitdem von Polizeibeamten bei Streifenfahrten verstärkt kontrolliert.

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