Teilnehmer des „War starts here“-Camps vor Gericht

Antimilitaristen-Prozesse „eine Farce“

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Das „War starts here“-Camp 2015: Acht Antimilitaristen sollen auf den Truppenübungsplatz Colbitz-Letzlinger Heide eingedrungen sein. Heute ist der letzte Prozess dazu in Bonn.

mei Letzlingen / Bonn. Ein Antimilitarist aus Rostock, der im Rahmen des „War starts here“-Camps 2015 auf den Truppenübungsplatz Colbitz-Letzlinger Heide eingedrungen sein soll, steht heute in Bonn vor Gericht.

Es ist der letzte Prozess in einer ganzen Reihe von Verfahren gegen Antimilitaristen, denen das Gleiche vorgeworfen worden war. Dafür sollen sie bis zu 400 Euro Bußgeld bezahlen.

„Die Prozesse in Bonn waren bislang eine einzige Farce“, verurteilt die Gruppe „Bonn gegen Krieg“ die angesetzte Prozesslänge von nur einer halben Stunde. Das zeige „deutlich den Willen, Protest gegen die Militarisierung und die Kriegseinsätze am Fließband abzuurteilen.“ Die altmärkische Bürgerinitiative (BI) „Offene Heide“ schließt sich diesem Statement an.

Das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) in der Heide ist das für deutsche Auslandseinsätze bedeutendste Truppenübungsgelände. Bislang endeten von den acht Verfahren sechs mit Verurteilungen.

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