Stadt-Schulelternrat hat sich gegründet / „Es werden erhebliche Probleme auf uns zukommen“

Andreas Löbe ist der erste Chef

Der erstmals gewählte Gardelegener Stadtelternrat (von links): Beisitzerin Marie-Christin Grosche, Beisitzerin Nicole Olms, Vorsitzender Andreas Löbe, Stellvertreter Hagen Weber und Beisitzer Hauke Liefold.

Gardelegen. Ein solches Gremium gab es bisher nicht in der Stadt. Doch die Stadt Gardelegen ist seit knapp einem Jahr deutlich größer geworden.

Und so regte Klaus-Dieter Middelhoff, Vorsitzender des Kreis-Schulelternrates im Altmarkkreis Salzwedel, im Frühjahr die Gründung eines Gardelegener Stadtelternrates an. Seit Mittwochabend gibt es einen solchen Rat nun. Er konstituierte sich während einer Zusammenkunft im Gardelegener Rathaussaal.

14 Frauen und Männer, Vertreter von insgesamt 14 Einrichtungen im gesamten Gardelegener Stadtgebiet, waren zugegen. Und wählten einen fünfköpfigen Vorstand, der künftig die Interessen aller städtischen Schulen vertreten soll. Zum Vorsitzenden wurde in offener Wahl der einzige Kandidat, der 34-jährige Andreas Löbe aus Jerchel, gewählt. Und zwar einstimmig. Er ist Elternratsvorsitzender an der Grundschule in Solpke. Sein Stellvertreter wohnt in Wiepke und ist Elternratsvorsitzender der Peter-Härtling-Grundschule im benachbarten Estedt, nämlich Hagen Weber. Er wurde ebenso einstimmig in sein Amt gewählt wie die drei Beisitzer, die sich für diese Posten bereit erklärt hatten. Es sind dies Marie-Christin Grosche (Grundschule Mieste), Nicole Olms (Grundschule Letzlingen) und Hauke Liefold (Goethe-Grundschule Gardelegen).

Dieser Stadt-Schulelternrat soll Ansprechpartner und Vermittler zwischen den Einrichtungen und den Behörden sein und kann natürlich auch eigene Ideen einbringen. Konrad Fuchs, Gardelegens Bürgermeister, bot die Zusammenarbeit der Stadtverwaltung an. Er glaubt allerdings, dass es „nicht immer Friede und Eintracht“ mit den Interessenvertretern der Schulen geben werde. Denn allein die finanzielle Situation der Kommune zwinge zu Einschränkungen. „Es werden erhebliche Probleme auf uns zukommen“, so Fuchs, in die Zukunft blickend. Auch die demographische Entwicklung bereite der Region Probleme: In einigen Jahren gibt es noch weniger Schüler als derzeit. Mit der Folge, dass Schulstandorte wie Solpke und Estedt nicht zwingend dauerhaft sicher sind. Der Stadt-Schulelternrat sei dennoch „eine hilfreiche Einrichtung“, bekräftigte Konrad Fuchs.

Der Vorstand des neuen Gardelegener Stadt-Schulelternrates ist für zwei Jahre gewählt. Das fünfköpfige Gremium hat zwar beispielsweise in den städtischen Fachausschüssen kein Stimmrecht, kann dort aber seine Meinung äußern.

Von Stefan Schmidt

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