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An drei Tagen wurden in Kloster Neuendorf zwei Jubiläen gefeiert

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Von: Ina Tschakyrow

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Umzug in Kloster Neuendorf
Ein Umzug mit Feuerwehren und Einwohnern ging durch das Dorf. © Privat

An drei Tagen wurden in Kloster Neuendorf zwei Jubiläen gefeiert: Die Feuerwehr gibt es seit 130 Jahren und die Ortschaft seit 790 Jahren. Dazu fanden ein Umzug, Pokallauf, Tanzabend, Frühschoppen und Konzert statt.

Kloster Neuendorf – Sieben Brücken gebe es in Kloster Neuendorf zwar nicht, aber drei, die über den Lausebach führen, sagte Ortsbürgermeister Andreas Höppner nach dem Lied „Über Sieben Brücken“, das die Band Reunion am Freitagabend spielte und begrüßte damit die Gäste zur Feier für 790 Jahre Kloster Neuendorf und 130 Jahre Freiwillige Feuerwehr im Saal des Diner 188.

Im Jahr 1232 wurde Kloster Neuendorf erstmals urkundlich erwähnt. Die Urkunde wurde 1246 päpstlich bestätigt, erzählte Andreas Höppner. Im 13./14. Jahrhundert war Kloster Neuendorf „sogar richtig reich“, wusste der Ortsbürgermeister, und heute gebe es nur noch Brauchtumsgeld, bedauerte er schmunzelnd. Das wurde in den vergangenen zwei Jahren gespart, deswegen „können wir heute das Steuergeld verprassen“, so Andreas Höppner lachend weiter.

Dank an Klosteraner

Er dankte einigen Klosteranern, wie Klaus Hartmann und Georg Stockinger, die aus der leer stehenden Gaststätte das Diner 188 machten mit Fotos des ehemaligen „Klosterkrugs“. Gedankt wurde Familie Troch, die in der Landwirtschaft tätig ist und mit Geld und Technik unterstützt sowie dem Freizeitring, fuhr der Ortsbürgermeister fort, der anschließend der Ortsfeuerwehr gratulierte. „Eigentlich sollte jetzt ein drittes Feuerwehrfahrzeug vorfahren“, sagte er, aber das Geld habe nicht gereicht, weswegen es zum Jubiläum eine Miniatur gab. Auch die Feuerwehren des Bereiches II, zu dem Kloster Neuendorf gehört, gratulierten mit Präsenten. Dass dasselbe Fest schon vor zehn Jahren gefeiert wurde, so Landrat Steve Kanitz, zeige die Beständigkeit der Feuerwehr. Michael Franz hofft, dass die Ortsfeuerwehr noch bis ins nächste Jahrzehnt lebendig bleibt. Er dankte den Klosteraner Feuerwehrmitgliedern für deren Einsatzbereitschaft.

Feuerwehrmitglieder geehrt und befördert

Anschließend gab es Ehrungen. Für 20 Jahre Dienst in der Feuerwehr wurden Bastian Brückner und Felix Würfel geehrt. Ingo Jonitz ist seit 20 Jahren Ehrenmitglied der Feuerwehr. Für 30 Jahre Dienst in der Feuerwehr wurde Michael Franz geehrt. Eine weitere Ehrung erhielt Walter Pelzel, der seit 60 Jahren im Feuerwehrdienst ist. Befördert zur Anwärterin Feuerwehrfrau wurde Kathrin Jürges. Zum Feuerwehrmann wurden Tino Ködderitz und Maurice Wittenhagen befördert und Felix Würfel zum Oberlöschmeister. Michael Franz wurde zum Brandmeister befördert.

14 Teams nehmen an Pokallauf teil

Männer machen bei Feuerwehrwettkampf mit
Beim Pokallauf belegten die Klosteraner den zehnten Platz. © Ina Tschakyrow

Mit einem Festumzug ging es am Sonnabend auf dem Sportplatz mit dem 28. Pokallauf weiter. Bei dem Feuerwehrwettkampf musste ein Löschangriff nass möglichst schnell durchgeführt werden. Dazu mussten die sieben Teammitglieder zunächst Schläuche miteinander verkuppeln, während andere mit Schläuchen zur Angriffslinie rannten, um dort einen Zielbehälter zu füllen, womit der Wettkampf beendet wurde. Kontrolliert wurde das vom Wertungsteam, in dem Wolfgang Weniger, Erna Höppner, Christin Rupprecht, Tobias Pelzel, Andreas Kuschfeldt, Eberhard Maaß, Christian Pahl und Frank Jäschke waren. Mitgemacht haben mit den Perlen der Altmark eine Frauenmannschaft, zudem die Feuerwehr Haldensleben, Kläden, Lindstedt, Gröningen, Kloster Neuendorf, Velsdorf/Mannhausen, Dannefeld, Ackendorf, Stendal, Team Feiersport ZAK, Perlen der Altmark Männer, Roxförde/Kloster und Jävenitz. Gewonnen hat Roxförde, Zweiter wurden die Perlen der Altmark und Dritter Team Feiersport ZAK. Mitgemacht haben Jugendmannschaften. Jävenitz hat vor Lindstedt gewonnen.

Sieger des Hindernislaufs

Es gab noch den Hindernislauf, der über 100 Meter ging. Es mussten unter anderem eine Eskaladierwand überwunden und mit zwei Schläuchen über einen Balken gelaufen werden. Bei den Männern hat Christoph Stelzner vor Nico Wolff und Michael Stelzner gewonnen. Bei den Frauen siegte Sharleen Dannis vor Lea Friebertshäuser und Lina Holz.

Bei den Wettbewerben wurden die Teams angefeuert, viele schauten zu. Für die Kinder gab es eine Hüpfburg, Kinderschminken, Dosenwerfen und Torwandschießen. Nachmittags wurden Kaffee und Kuchen angeboten, ehe ein Tanzabend stattfand. Am Sonntag wurde ein Frühschoppen vorbereitet. Nachmittags endete die Feierei dort, wo sie am Freitag begann: in der Klosterkirche mit einem Konzert.

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