Waldjugendspiele der Miester Viertklässler am Info-Haus in Kämkerhorst

Ameisen holten den Pokal

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Die „Rehe“ an der Fühlkiste: Christian Jonneck tastete in der Kiste nach dem möglichen Inhalt, während Nils Tietge (l.) sowie Anny Neubauer (v.r.) und Josefin Trüe auf ihren Einsatz warteten.

Kämkerhorst/Mieste. Auf diesen Tag freuen sich die Vierklässler der Miester Grundschule schon immer sehr. Denn zu den traditionellen Waldjugendspielen stehen nicht Lesen, Schreiben und Rechnen, sondern Wissen rund um die Natur auf dem Programm.

Und dieses konnten die Mädchen und Jungen gestern rund um das Informationshaus der Naturparkverwaltung Drömling in Kämkerhorst anwenden.

Die „Waldmäuse“, Armin Kuhrs (v.r.), Jonathan Lembke, Maxima Kuhn und Lea Hasselberg, lernten Werkzeuge bei Gerald Görges kennen.

Dort hatten die Bildungseinrichtung und das Betreuungsforstamt Letzlingen, die den Aktionstag immer gemeinsam organisieren, sechs Stationen aufgebaut, die die Viertklässler von Lehrerin Kerstin Finger nach- einander besuchten. Dafür hatten sie sich in sechs Gruppen aufgeteilt, die sich nach Tieren benannten. Deshalb waren gestern Hasen, Hirsche, Waldmäuse, Eichhörnchen, Rehe und Ameisen auf dem rund vier Kilometer langen Weg unterwegs, die beispielsweise an der Station „Waldliches“ bei Revierförsterin Christine Köthke mit ihrem Wissen über den Aufbau des Waldes und die Baumarten glänzen konnten. Außerdem ging es bei Revierförsterin Christel Wöstenberg um „Jagdliches“, bei Revierförster Frank Zeiseweiß um „Krabbelndes“, bei Revierförster Ralf Pieper um „Schätzendes“ und bei Revierförster Gerald Görges um „Berufliches“, bezogen auf den Forstwirt. Dafür hatte Görges altes und neues Werkzeug mitgebracht. Bei der Station „Fühlendes“ ging es dann nicht um Wissen, sondern vor allem Fingerspitzengefühl. Denn was sich unsichtbar in den Kisten verbarg, musste ertastet werden.

Der Vormittag in der freien Natur, an dem auch wieder angriffslustige Mücken teilnahmen, endete mit einem gemeinsamen Grillen und der Auswertung der Waldjugendspiele. Denn schließlich wurden an jeder Station fleißig Punkte gesammelt. Es siegten in diesem Jahr die Ameisen mit Tim Peters, Franziska Krümmel, Leonie Schulze und Peter Kramer, die 56 Punkte erreichten und dafür mit dem Wanderpokal, der hölzernen Eiche, belohnt wurden. Doch auch die anderen Gruppen lagen nur ganz knapp dahinter.

Von Elke Weisbach

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