Letzlingens Ortschaftsrat befürwortet Standort vor AGV / Alba will kommunale Fläche

Letzlingen: Altglas-Container wieder in die Dorfmitte?

Die Altglascontainer in Letzlingen befinden sich derzeit am Ende der Colbitzer Straße – ein zentraler Standort, allerdings dezentral, weil am Ortsrand, gelegen.
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Die Altglascontainer in Letzlingen befinden sich derzeit am Ende der Colbitzer Straße – ein zentraler Standort, allerdings dezentral, weil am Ortsrand, gelegen.

Letzlingen – Die Diskussion um den Standort der Altglascontainer in Letzlingen geht weiter. Und das, obwohl die Mitglieder des Letzlinger Ortschaftsrates eine Lösung haben.

Einmütig sind sie für die Verlegung der Container auf die Fläche vor dem AGV-Getränkestützpunkt an der Magdeburger Landstraße, in Sichtweite des Letzlinger Marktplatzes.

Kein schöner Anblick: Unrat vor dem jetzigen Glascontainer-Standort.

Dort standen bis vor wenigen Monaten bereits Glascontainer – und auch an der Colbitzer Straße sowie an der Klosterstraße. Die Entsorgungsfirma Alba hatte damals jedoch auf einen zentralen Standort gedrängt. Der befindet sich nun am Ende der Colbitzer Straße. Vom Marktplatz sind es bis dort rund 700 Meter – zu weit für einige Einwohner, berichtete Thomas Genz, der die Sitzung des Letzlinger Ortschaftsrates am Dienstagabend in Vertretung der erkrankten Ortsbürgermeisterin Regina Lessing leitete. Vor allem für ältere Leute sei der Weg zum jetzigen Standort zu lang, erklärte Thomas Genz. Deshalb habe es „etliche Beschwerden“ gegeben, wie der stellvertretende Ortsbürgermeister erklärte.

Die Lösung wäre: Die Altglas-Container kommen zentral auf die Freifläche vor dem AGV-Getränkestützpunkt. Doch Alba lehnt eine nicht-kommunale Fläche bisher ab. Sehr zum Verdruss des Ortschaftsrates. „Das ist die zentrale Stelle im Ort“, so Kay Grieger. „Wir haben ja die Lösung: Das Ding muss da wieder hin.“ Thomas Genz schlug vor, den Entsorger, also Alba zu einer der nächsten Ortschaftsratssitzungen einzuladen, um das Thema detailliert zu besprechen und für die AGV-Lösung zu werben. AGV-Geschäftsführer Wolfgang Schesni hat „überhaupt kein Problem damit, wenn die Container bei uns wieder aufgestellt werden“, wie er gestern auf Anfrage der Altmark-Zeitung erklärte.

Eine Umsetzung der Altglascontainer auf den Marktplatz lehnte Dr. Annett Lüders, die als Einwohnerin der Sitzung beiwohnte, ab. Die Lärmbelästigung für die Anwohner sei zu hoch, dazu seien die Altglascontainer – zumindest am jetzigen Standort – vermüllt und kein schöner Anblick. So etwas gehöre nicht, betonte die Anwohnerin, auf den Marktplatz, der ein Blickfang sein sollte und an dem die Besucher des Jagdschlosses und der Schlosskirche vorbeifahren müssten.

VON STEFAN SCHMIDT

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