Noch keine Betriebserlaubnis für Gardelegener Tierheim

„Es ist der allerletzte Peng“

+
Eine neue Quarantänestation für Hunde steht bereits. Eben jene gibt es auch für Katzen. Beide Stattionen sind wichtige Punkte auf einer Liste des Altmarkkreises.

Gardelegen – Das Gardelegener Tierheim hat noch immer keine Betriebserlaubnis. Es sehe aber diesbezüglich gut aus, teilt Carmen Koch, Vorsitzende des Tierschutzvereins Gardelegen/Kalbe auf AZ-Nachfrage mit.

Mittlerweile können fünf Personen, darunter Carmen Koch selbst, „eine erforderliche Sachkunde“ nachweisen.

Zudem muss für die Bewilligung des Antrags eine vom Altmarkkreis Salzwedel erstellte Liste mit baulichen Mängeln erledigt werden. Diese sei „soweit abgearbeitet“, erklärte Carmen Koch. Zwei wichtige Punkte auf dieser Liste sind Quarantänestationen für Hunde und Katzen, die laut der Vereinsvorsitzenden zu „90 Prozent fertig sind“. Entstanden sind die Quarantänestationen auf dem Außengelände. Ursprünglich waren dort für die Quarantäne zwei Container vorgesehen, weil aber beantragte Fördergelder wegen der fehlenden Betriebserlaubnis ausblieben, musste umgeplant werden.

Auch sonst hat sich im Tierheim Einiges in den vergangenen Monaten getan: So wurden sämtliche Räume des Hauptgebäudes gestrichen und entrümpelt, Fußböden erneuert, die Futterküche renoviert, viel Neues durch Spenden angeschafft, das Außengelände aufgeräumt oder das Katzengehege erneuert, nennt Carmen Koch Beispiele. Geholfen haben dabei zahlreiche Gardelegener, wofür die Vereinsvorsitzende sehr dankbar ist. Allerdings gibt es dennoch einen „großen Baustein“. Und zwar Strom, denn Leitungen müssen ausgetauscht werden. Das kann voraussichtlich erst Ende Januar gemacht werden. Die Leitungen werden unter anderem für ein Hundehaus benötigt, was der Tierschutzverein plant. Damit wird Warmhaltung der Vierbeiner möglich, was vom Altmarkkreis sowie dem Deutschen Tierschutzbund für alle Tierheime gefordert wird. In diesem Hundehaus hat jeder Vierbeiner sein eigenes Areal mit Auslauf, es gibt Sichtbarrieren, wodurch der Stress der Tiere reduziert wird. Finanziert werden soll das Gebäude durch Fördermittel von Lotto-Toto. Ein entsprechender Antrag muss in den nächsten zwei Wochen gestellt werden, wofür aber unter anderem auch wieder die Betriebserlaubnis verlangt wird. Deswegen wird diese nun unbedingt gebraucht, „es ist der allerletzte Peng“, so Vereinsvorsitzende Carmen Koch, die „nicht gedacht hätte, dass das so schwierig wird“.

VON INA TSCHAKYROW

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare