Am Mittwoch findet auf dem Gardelegener Rathausplatz die Aktion „One Billion Rising“ statt

Alle können einfach mittanzen

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Diesen Mittwoch wird bei der Aktion „One Billion Rising“ in Gardelegen gegen Gewalt an Frauen getanzt.

Gardelegen. Drei Proben haben stattgefunden, nun wird es an diesem Mittwoch, 14. Februar, ernst: Ab 15 Uhr tanzen Frauen auf dem Gardelegener Rathausplatz.

Sie erheben sich im Zuge der Bewegung „One Billion Rising“ gemeinsam, um auf ein Thema aufmerksam zu machen: Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

Jede dritte Frau war bereits Opfer von Gewalt. Das sind umgerechnet eine Milliarde Frauen auf der Welt, deshalb auch „One Billion“. Physische, sexualisierte und psychische Gewalt und Übergriffe passieren in allen sozialen Schichten, zu Hause, am Arbeitsplatz, in der Schule, online, beim Sport und auf der Straße. Ganz aktuell ist das Thema in den Medien präsent, durch Skandale in der Filmindustrie, wie beispielsweise Howard Weinstein oder in Deutschland Dieter Wedel, oder die #MeToo-Bewegung, bei der Frauen im Internet von ihren Erlebnissen berichten und zeigen: „Ihr seid nicht allein, auch mir ist das passiert“. Um Solidarität geht es auch bei One Billion Rising. Alle Frauen – auch Männer sind dazu aufgerufen, ihre Stimme gegen Gewalt zu erheben, statt zu schweigen: „Das ist die Hürde, die es bei der Aktion noch zu überwinden gilt“, sagt Tanzpädagogin Sophie Willert – können, egal ob sie bei den Proben in Gardelegen dabei waren oder nicht, Solidarität zeigen, auf den Rathausplatz kommen und mittanzen. Dazu rufen der Kreissportbund Altmark West, der Altmarkkreis Salzwedel sowie die Hansestadt Gardelegen auf.

Die Choreografie ist nicht schwer, „es geht ja auch nicht um Perfektion“, so Willert, die in den vergangenen drei Wochen mit den Frauen im LIW-Saal geprobt hat. Die Schritte des Tanzes sind für jedes Alter geeignet. Insgesamt gibt es drei Durchgänge, sodass man erst mal auch zuschauen und dann beim nächsten einsteigen kann. Alle Teilnehmer tragen rote T-Shirts und diejenigen, die auch kommen möchten, können als optische Solidaritätsbekundung etwas rotes tragen, ob Mütze, Jacke oder auch Schal.

Beginn ist am Mittwoch um 15 Uhr. Es gibt ein Grußwort von Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig, zwischendurch Livemusik und Fakten zum Thema. Um 17 Uhr findet eine Lesung zum Thema im Trauzimmer des Rathauses statt. Die Aktion wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“.

Von Hanna Koerdt

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