Tests bei allen 112 Bewohnern

Aktuell acht Corona-Infizierte im Johanniterhaus Rieseberg in Gardelegen

Das Johanniterhaus Rieseberg an der Straße der Freundschaft in Gardelegen hat aktuell 17 Corona-Fälle. Sämtliche Bewohner und auch alle Mitarbeiter sind seit dem vergangenen Wochenende getestet worden.
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Das Johanniterhaus Rieseberg an der Straße der Freundschaft in Gardelegen hat aktuell 17 Corona-Fälle. Sämtliche Bewohner und auch alle Mitarbeiter sind seit dem vergangenen Wochenende getestet worden.

Gardelegen – Alle 112 Bewohner des Johanniterhauses Rieseberg an der Straße der Freundschaft im Gardelegener Neubaugebiet Schlüsselkorb sind seit dem vergangenen Wochenende auf eine Infektion mit dem Corona-Virus hin getestet worden.

Das teilt Franziska Schütz, Pressesprecherin der Johanniter Seniorenhäuser GmbH in Stendal, mit. Anlass war die Corona-Infektion von anfangs zwei Bewohnern des Hauses, die am vergangenen Wochenende festgestellt worden waren (wir berichteten).

Getestet wurden nicht nur die 112 Bewohner, sondern auch sämtliche 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darin einbezogen ist beispielsweise auch das Küchen- und Reinigungspersonal. Das bisherige Ergebnis: Es gibt 17 Corona-Infizierte unter Bewohnern und Mitarbeitenden (laut Altmarkkreis Salzwedel, Stand 19. November, 16.30 Uhr). „Der Zustand der infizierten Personen ist stabil. Aktuell deutet noch nichts auf schwere Verläufe hin.“ Die bisher vorliegenden und „überwiegend leichten Erkältungssymptome“ würden behandelt. Aktuell liegen die Testergebnisse „größtenteils“ vor. „Die letzten, noch ausstehenden Ergebnisse erwarten wir für die kommenden Tage.“

Wie das Corona-Virus in das Rieseberghaus gelangen konnte, „ist schwer ermittelbar“, teilt die Pressespecherin weiter mit. Denn die Bewohner hätten bis zum Wochenende – seitdem ist das Haus für Besucher geschlossen – „regelmäßig Besuch empfangen“.

Seitdem die Corona-Fälle im Haus bekannt sind, „wurde im gesamten Haus sofort weiterführende Schutzausrüstung einschließlich Schutzmasken des FFP2-Standards eingesetzt“.

Wie Franziska Schütz betont, arbeite die Einrichtung „nach einem mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Testkonzept“. Dies habe „zum frühzeitigen Erkennen der Virusinfektion beigetragen“. Auch künftig werde „eine enge Überwachung des Infektionsgeschehens mittels Schnelltests erfolgen.“

Der Johanniter-Orden als Träger des Rieseberghauses in Gardelegen weist darauf hin, dass es zu den Angehörigen der Bewohner einen sehr engen Kontakt gebe. Der Kontakt zu den Bewohnern erfolge in dieser „außergewöhnlichen Lage“ von außen größtenteils „über Telefon und Videotelefonie“.

VON STEFAN SCHMIDT

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