Antimilitaristen fordern Schließung des Truppenübungsplatzes

Aktivisten besetzen das GÜZ

Antimilitaristen besetzten gestern das Gefechtsübungszentrum Heer.
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Antimilitaristen besetzten gestern das Gefechtsübungszentrum Heer.

Letzlingen – 20 Antimilitaristen haben gestern das Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) besetzt, um auf „Kriegsvorbereitungen in der Altmark“ aufmerksam zu machen. „Krieg beginnt hier“ stand auf einem der Banner.

Die Aktivisten gelangten nach eigenen Angaben fast ungehindert auf den 230 Quadratkilometer großen Truppenübungsplatz. Ihr Ziel war das ehemalige Heidedorf Salchau, das 1936 für die Truppenübungsplatznutzung weichen musste. Sie hängten Wäsche auf und begannen den Boden zu beackern. „Wir machen diesen Ort wieder lebendig und damit schützenswert, wie die gesamte Colbitz-Letzinger Heide“, sagte Helmut Adolf. „Gleichzeitig erinnern wir an alle Menschen, die wegen militärischer Konflikte Flucht und Vertreibung erleiden mussten“ ergänzte Aktivistin Fedele Friede.

Der Truppenübungsplatz Altmark in der Colbitz-Letzlinger Heide zählt mit seiner Technik und Größe zu den modernsten der Welt. Kampfsituationen mit Panzern und im Nah- und Häuserkampf werden geübt und per Übertragungstechnik an die Auswertezentrale übermittelt und bewertet. In diesen Tagen übt dort ein Panzerbataillon aus Thüringen.

Die „Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen“ mobilisiert seit 2014 immer wieder zu Besetzungen des militärischen Gebietes. Mit ihrer Platzbesetzung fordern die Aktivisten die Schließung des Truppenübungsplatzes, die Abschaffung der Bundeswehr und die verstärkte Ausbildung und Finanzierung von Friedensfachkräften. Von der Polizei gab es gestern keine Stellungnahme zu der Besetzung. (mei)

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