Bismarker Straße: Anwohner können alte Platten behalten

Ärger um den neuen Gehweg

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Das neue Pflaster wird bereits verlegt. Vom Polizeikreisel aus stadteinwärts entsteht der neue Geh- und Fahrradweg an der Bismarker Straße in Gardelegen.

Gardelegen. „Für die Platten habe ich gezahlt, deswegen nehme ich sie auch wieder“, erklärt Günter Schmidt, Anwohner der Bismarker Straße in Gardelegen. Konkret geht es um die Erneuerung des Gehwegs, der zwischen beiden Kreiseln, entlang des Friedhofs, entstehen soll.

Seit dem 15. September sind die Bauarbeiten im Gange. Ein Teil wurde bereits erneuert, das alte Pflaster wird nach und nach entfernt. Die Anwohner dürfen die alten Platten behalten. „Die Baufirma hätte sie so oder so entsorgt. Wir heben sie eigenhändig raus, damit keine Schäden entstehen“, erklärt Rosemarie Schmidt. Sie habe wenig Verständnis dafür, dass das alte Pflaster erneuert werden soll. „Wir haben den Gehweg ordentlich in Schuss gehalten. Vor dem Hauptfriedhof haben sie im Winter Salz gestreut, jetzt ist er stark beschädigt.“ Oskar Stanke, ebenfalls Anwohner der Bismarker Straße, fügt hinzu: „Das ist ein Beispiel unserer Wegwerfgesellschaft.“

Die Kosten für den neuen Gehweg tragen zum Teil die Anwohner der Bismarker Straße. Die Höhe der Kosten wird nicht nur nach Breite des Grundstücks bemessen, auch nach der Tiefe. Günter und Rosemarie Schmidt empfinden das als Ungerechtigkeit: „Bei gleicher Breite der Grundstücke müssen wir mehr zahlen als andere.“ [...]

Von Felix Kirsch

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