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Adventszeit im Gardelegener Johanniterhaus Rieseberg

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Von: Lea Weisbach

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Vier Fagottisten
Die „Harzer Edelhölzer“ – Stefan Siebert (von links), Vitaliy Shlyakhov, Norbert Tesch und Thomas Göbel – begeisterten die Senioren. © Lea Weisbach

In der Vorweihnachtszeit wird den Bewohnern des Johanniterhaus Rieseberg in Gardelegen so einiges geboten. Neben ortsansässigen Chören waren auch die „Harzer Edelhölzer“ zu Gast, um für Weihnachtsstimmung zu sorgen.

Gardelegen - Weihnachten. Das Fest der Familie. Gemeinsames Plätzchen backen, den Christbaum schmücken, Weihnachtslieder trällern. Viele Familien finden sich an den Weihnachtsfeiertagen zusammen. Doch wie sieht das Weihnachtsfest für die Bewohnerinnen und Bewohner des Johanniterhaus Rieseberg in Gardelegen aus?

„Wir versuchen, Weihnachten so schön wie möglich zu machen“, erzählt Corinna Swolana, die Leiterin des Begleitenden Sozialen Dienstes in der Einrichtung. Bereits in der Vorweihnachtszeit wird den Senioren einiges geboten, die Wohnbereiche weihnachtlich und liebevoll geschmückt. In diesem Jahr war bereits Anfang Dezember der Männerchor Eintracht Gardelegen in der Einrichtung. Monika Wrobel spielte für die Senioren Akkordeon. Der Miesterhorster Frauenchor begeisterte die Bewohner mit ihren Gesangskünsten. Auch das Krippenspiel wurde bereits von den Kindern rund um Gemeindepädagogin Hanna Ringo aufgeführt.

„Harzer Edelhölzer“ zu Gast im Rieseberghaus

Ein ganz besonderes Konzert konnten die Bewohner des Rieseberghauses sowie des Pfarrer-Franz-Hauses am Donnerstagnachmittag erleben. Noch vor ihrem abendlichen Konzert im Gardelegener Rathaussaal kamen die vier „Harzer Edelhölzer“ – Thomas Göbel, Stefan Siebert, Norbert Tesch und Vitaliy Shlyakhov – in das Johanniterhaus und brachten die Senioren in Weihnachtsstimmung. Bei den klassischen Weihnachtsliedern, die die Fagottisten spielten, sangen die Bewohner mit. Außerdem konnten sie bekannte Melodien wie den Jazz-Walzer von Dimitri Schostakowitsch und die Nussknackersuite von Tschaikowski hören. „Vorsicht, der hat Stacheln“, warnte Thomas Göbel, als er das Lied „Ein kleiner grüner Kaktus“ anstimmte. Der Musiker hat auch einen persönlichen Bezug zum Rieseberghaus, denn sein Schwiegervater wohnt in der Einrichtung.

An Heiligabend gibt es im Johanniterhaus einen Gottesdienst mit Pfarrer Tobias Krüger. Später verteilen zwei Engel, Mitarbeiter des Begleitenden Sozialen Dienstes, Geschenke. Einige Bewohner werden das Weihnachtsfest auch bei ihren Familien verbringen. Dazu müssten jedoch auch die Umstände passen, so Corinna Swolana, beispielsweise bei Personen, die im Rollstuhl sitzen.

Es ist auch wieder möglich, an Weihnachten in das Rieseberghaus zu kommen – mit FFP-2-Maske und Corona-Test. Dies war in den vergangenen zwei Jahren nicht möglich. Mittels Videotelefonie versuchten die Mitarbeiter der Einrichtung jedoch auch zu diesem Zeiten, die Familien digital an Weihnachten zusammenzubringen.

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