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Ackendorf: Rot kommt nur auf Knopfdruck

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Von: Stefan Schmidt

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Lkw und Ampel
Die Fußgängerampel an der Bundesstraße 71 in Ackendorf springt – wie die im Nachbarort Berge – nur dann auf Rot, wenn Fußgänger den Knopf drücken. Dies bleibt auch so. © Stefan Schmidt

Die Handhabung der beiden Fußgänger-Bedarfsampeln in Ackendorf und Berge werden nicht verändert.

Ackendorf / Berge – „Ich habe Angst, dass da irgendwann mal etwas passiert.“ Das sagte Sebastian Koch, Mitglied der AfD-Fraktion im Gardelegener Stadtrat, während der jüngsten Zusammenkunft des Gremiums im Gardelegener Rathaus. Er sprach die beiden Fußgänger-Bedarfsampeln auf der Bundesstraße 71 in Ackendorf und Berge an – Koch wohnt nur wenige Meter von einer dieser Ampeln entfernt.

In Betrieb geht die Anlage nur dann, wenn jemand den Knopf drückt. Dies tun vor allem Schulkinder, wenn der Bus auf der anderen Seite der Bundesstraße hält und die Mädchen und Jungen auf dem Weg nach Hause oder zum Schulbus die viel befahrene Straße überqueren müssen.

Doch Sebastian Koch geht das nicht weit genug. Er hätte gerne einen Sensor, der die Ampel dann auf Rot springen lässt, wenn sich Autofahrer zu schnell diesem Gefahrenpunkt nähern. Denn die sowohl in Ackendorf als auch im Nachbarort Berge zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, betonte Sebastian Koch, werde „kaum eingehalten“. Vielmehr würden etliche Autofahrer „mit 70 oder 80 Sachen“ durch den Ort fahren – „und das reicht oft nicht mal.“ Irgendwann, so befürchtet Sebastian Koch, passiere dort wegen der hohen Geschwindigkeiten ein Unfall.

Wie Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher erklärte, habe die Stadt Gardelegen zwar beim Kreis einen Antrag auf eben solche Sensoren gestellt. Dies sei aber abgelehnt worden. Und es gebe wenig Chancen, dass dies noch geändert werde. Deshalb mache ein Widerspruch wenig Sinn, erläuterte sie während der Stadtratssitzung.

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