Kapazitätsgrenzen überschritten

Absoluter Aufnahmestopp für Tierheim Gardelegen verhängt

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44 Katzen, 17 Hunde und drei Kaninchen werden derzeit im Tierheim betreut. Wer einem Tier ein neues Zuhause bieten möchte, kann sich unter der Telefonnummer (0 39 07) 7 15 51 05 melden.

Gardelegen/Kalbe. Die Mitglieder und ehrenamtlichen Mitarbeiter investieren seit vielen Jahren enorme Zeit und Kraft und fahren dennoch am Limit des Machbaren.

Denn schon oft hatte die Tieraufnahmestation des Tierschutzvereines Gardelegen-Kalbe (Milde) an der Lüffinger Straße ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Nun sind sie überschritten.

Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig erklärte während des Pressegespräches gestern Vormittag, dass das Ordnungs- und Veterinäramt des Altmarkkreises Salzwedel bis auf weiteres einen absoluten und sofortigen Aufnahmestopp von Tieren verhängt hat. Dies bestätigte dann auch Stefan Quisdorf, Pressesprecher des Vereins, der per Mail weiterhin mitteilt: „Es ist uns daher bis auf weiteres nicht möglich – auch nicht in akuten oder Ausnahmefällen – weitere Tiere aufzunehmen. Wir bitten daher in diesem Zusammenhang um Verständnis, wenn wir diesbezügliche Anfragen ablehnen müssen.“ Derzeit werden im Tierheim 44 Katzen, 17 Hunde und drei Kaninchen betreut.

Dass es keine Ausnahmen gibt, hatte auch Mandy Zepig an einem Beispiel deutlich gemacht. Wenn ein Karton mit verwilderten Katzen, die ohne besonderen Grund eingefangen wurden, vor die Tür gestellt wird, bleibt er stehen. „Da gibt es nichts zu diskutieren.“ Außerdem müsse man zwischen herrenlosen, verwilderten oder Fundtieren unterscheiden. Bei Fundtieren sei die Sache so, dass die Unterbringung eine Pflichtaufgabe der Kommune ist, mit der die Einheitsgemeinden Gardelegen und Kalbe den Tierschutzverein beauftragt haben. Da dies derzeit nicht möglich ist, so die Bürgermeisterin, werde mit dem zuständigen Ordnungsamt nach Möglichkeiten gesucht, diese Tiere im Tierheim Ahlum oder Satuelle unterzubringen. Da dies auch Kalbe betrifft, wurde das auch schon mit Bürgermeister Karsten Ruth besprochen.

Fest steht, so Mandy Zepig, dass es Veränderungen zugunsten der Tiere geben muss, die nicht nur die personelle Situation betreffen. Gemeinsam mit dem Altmarkkreis soll nun nach langfristigen Lösungen gesucht werden.

Von Elke Weisbach

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