Besucher- und Dokumentationszentrum fährt für Besucher allmählich wieder hoch.

Gedenkstätte Isenschnibbe: Gruppen ab sofort wieder möglich

Leerer Raum mit Stuhl.
+
Die Dauerausstellung kann auch wieder von Gruppen besichtigt werden.
  • Stefan Schmidt
    VonStefan Schmidt
    schließen

Monatelang war der Besuch des Besucher-und Dokumentationszentrums in Gardelegen kaum möglich. Das ändert sich nun.

Gardelegen – Vor etwas mehr als einem Jahr hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das neu errichtete Besucher- und Dokumentationszentrum auf der Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe bei Gardelegen eröffnet und dabei auch eine kleine Führung erhalten – eine Ausnahme. Denn seit dieser Zeit hat die Landes-Gedenkstättenstiftung als Trägerin des Gebäudes coronabedingt nur eine begrenzte Anzahl von Neugierigen hineinlassen können, war der Neubau – ebenfalls coronabedingt – über Monate hinweg sogar komplett geschlossen.

Das ändert sich ab sofort. „Uns ist es möglich“, freut sich Gedenkstättenleiter Andreas Froese, „wieder Gruppen hineinzulassen.“ Dies geschieht zwar nur nach vorheriger Anmeldung und unter Beachtung der geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen. Aber ein Besuch der im Gebäude befindlichen Dauerausstellung zum Feldscheunen-Massaker mit 1016 ums Leben gekommenen KZ-Häftlingen vom 13. April 1945 ist immerhin wieder möglich. Bestandteil dieser Ausstellung ist auch eine Dokumentation der Todesmärsche zum Ende des Zweiten Weltkriegs – ein Aspekt, der in den vergangenen Jahrzehnten eher wenig erforscht worden ist.

Offene und geschlossene Gruppen

Unterteilt wird bei Führungen ab sofort zwischen offenen und geschlossenen Gruppen. Bei offenen Gruppen handelt es sich um Besucher aus unterschiedlichen Haushalten, beispielsweise bei Vereinen oder Seniorengruppen. Geschlossene Gruppen sind sogenannte „Kohorten“, zum Beispiel Schulklassen und Familien. Die maximale Besucherzahl bei offenen Gruppen liegt Froeses Angaben zufolge bei 15 Personen, bei geschlossenen Gruppen können es mehr Interessenten sein, „je nachdem, was unsere Raumkapazität hergibt“, so der Gedenkstättenleiter.

Während sich Gruppen generell anmelden müssen, empfiehlt Froese auch Personen, die alleine oder zu zweit kommen, sich im Vorfeld auf der Internetseite der Landes-Gedenkstättenstiftung (stgs.sachsen-anhalt.de) einen Termin zu sichern. „Denn wenn sich eine Gruppe im Gebäude befindet“, erläutert der Gedenkstättenleiter, „kann zeitgleich niemand anderes hinein.“ Wer also ohne Buchung vorbeischaut, muss gegebenenfalls warten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare