Eigenanteil soll aus Haushaltsresten entnommen werden / Bauausschuss befürwortet Sanierung

300 000 Euro für Salzwedeler Tor

Das Salzwedeler Tor, mit dem markanten Torwächter davor, ist das größte noch erhaltene mittelalterliche Stadttor in Gardelegen. Fotos (2): Schmidt

Gardelegen. Die letzten Sanierungsmaßnahmen liegen schon eine Weile zurück. In den Jahren 1978 sowie 1992/93 gab es die letzten nennenswerten Arbeiten am größten noch erhaltenen Stadttor von Gardelegen. Keine Frage: Das Salzwedeler Tor ist marode.

Nun soll dieses Denkmal am westlichen Ende der Altstadt saniert werden. Darüber diskutierten die Mitglieder des Gardelegener Bauausschusses während ihrer Zusammenkunft am Montagabend.

300 000 Euro sind für die Sanierung eingeplant. Bund und Land, so heißt es in der Beschlussvorlage, würden sich zu 80 Prozent an den Kosten beteiligen. Blieben noch 60 000 Euro als Eigenantei der Stadt. Geld, das aus Haushaltsresten entnommen werden soll, wie Gardelegens Bauamtsleiter Engelhard Behrends erläuterte. Denn gleich mehrere innerstädtische Maßnahmen werden nicht angegangen: Trüstedtsches Haus, Ratskeller-Sanierung, Stadtmauer am nördlichen Wall und die Planungsarbeiten für die Reutterschul-Sanierung.

Geplant ist, dass das Mauerwerk des Salzwedeler Tores saniert wird. So sollen zerstörte Ziegel durch neue Ziegel ersetzt werden, neuer Fugenmörtel soll die desolaten Teile ersetzen. Darüber hinaus sollen die Segmentbögen der obersten Schießscharten instand gesetzt werden. Außerdem ist die Errichtung eines verglasten Schutzdaches vorgesehen.

Bereits vor zwei Jahren hatte sich der Bauausschuss, damals noch in alter Besetzung, das Salzwedeler Tor angeschaut. Am Montagabend gab es Zustimmung zum Bauvorhaben. Aber nicht einhellig: Roswitha Stadie aus Mieste und Marcus Odewald aus Hottendorf enthielten sich der Stimme, der Dannefelder Maik Lüer war gegen die Sanierung.

Von Stefan Schmidt

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