Estedter Pokalschießen „Weißer Stein“ ausgewertet / Sieger ist Heiner Falk

18-Kilo-Granit-Koloss

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Auf einer Theke waren 60 Schweinefleischstücke ausgebreitet, die es als Preise gab.

Estedt. Er ist wahrlich kein Leichtgewicht unter den Pokalen – der „Weiße Stein“, den der Estedter Schützenverein jedes Jahr nach dem gleichnamigen Pokalschießen vergibt. Er wiegt stolze 18 Kilogramm. Das liegt an dem Granitwürfel, der Teil des Pokals ist.

Heiner Falk (Mitte) freute sich über den 18 Kilo schweren „Weißen Stein“. Mattias Ophoff wurde Zweiter und Lisel Volber belegte Platz Drei. 

Angelehnt ist der Pokal- bzw. Wettbewerbsname an einen Sandstein mit zwei aufgemalten weißen Ringen, der an einer Weggabelung zwischen Estedt, Breitenfeld, Schwiesau und Berge stand. Es hieß, russische Panzer hätten ihn zerfahren. Eine Suche der Jäger nach den Resten blieb erfolglos, also entschloss man sich dazu, einen neuen Stein an besagter Stelle aufzustellen, inklusive Sitzbänken. Dabei endeckte man den echten, der noch intakt war. Weshalb es heute dort zwei „Weiße Steine“ gibt.

Marcel Schmidt nahm den kleinen Pokal mit nach Hause.

Zum 13. Mal fand das Pokalschießen statt. Am Donnerstagabend kamen über 160 Gäste in den Estedter Gemeindesaal zur Auswertung. Nicht jeder hatte mitgeschossen, wollte aber trotzdem den Abend nicht verpassen. Denn es die Gelegenheit für einen geselligen Abend mit Freunden, Familie und Nachbarn sowie zum deftigen Schlemmen. Traditionell gab es wieder Schlachteplatte von Fleischer meister Siegfried Wohlgemuth. Dafür hatten er, Otto und Kurt Volber, Bruno Alsleben und Mario Steffen drei schweine à 100 Kilo geschlachtet. Dies ergab außerdem 60 Fleischpreise, die sich die Teilnehmer neben den Sachpreisen aussuchen konnten.

Bruno Alsleben freute sich über Sekt für die besten Einzelteiler.

Insgesamt waren 153 Teilnehmer beim Pokalschießen dabei. Mehr als die Hälfte, nämlich 89 Teilnehmer, sind nicht Mitglied in einem Schützenverein oder einer Gilde. Beteiligt haben sich Schützen aus zehn verschiedenen Gilden und Vereinen.

Vorjahressieger Hans-Peter Ott erhielt einen Ablösepokal.

Gewonnen hat den Wettbewerb und damit den schwersten Pokal der Altmark diesmal Heiner Falk, Mitglied der Schützengilde Kalbe. Zweiter wurde Mattias Ophoff aus Kremkau, der im Übrigen zum ersten Mal mit einem Luftgewehr schoss. Dritte wurde Lisel Volber aus Estedt. Über den kleinen Weißen Stein freute sich Viertplatzierter Marcel Schmidt, der die meisten Schüsse abgegeben hatte.

Lisa Heinze ist nun alt genug, sodass die ganze Familie am Schießen teilnimmt.

Die jüngste Teilnehmerin des Wettbewerbs war die 12-jährige Lisa Heinze aus Estedt, die, wie ihre 15-jährige Schwester Pia zum ersten Mal mitgemacht hatte. Damit ist wohl eine neue Familientradition besiegelt, denn ihre Eltern Nancy und Jens Heinze sind seit dem ersten Wettbewerb jedes Jahr mit von der Partie.

Von Hanna Koerdt

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